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In diesem Jahr fällt der Budenzauber auf der Grafinger Marktplatzinsel aus. Grund: Zoff zwischen Veranstalter und Geschäftsleuten.

Budenzauber am Stadtbahnhof?

Er will den Grafinger Weihnachtsmarkt retten

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Ronny Albrecht, Betreiber des Stadtcafés am Grafinger Bahnhof, will einen neuen Weihnachtsmarkt initiieren. Sein Vorschlag: Er soll am Vorplatz des Bahnhofs Grafing Stadt stattfinden.

Ronny Albrecht, betreibt das Café amGrafinger Bahnhof.

Grafing – Seit September ist klar: In diesem Jahr wird es in Grafing keinen Weihnachtsmarkt geben. Der Budenzauber auf der Marktplatzinsel im Zentrum fällt aus, weil es zu Reibereien zwischen dem Veranstalter, dem Grafinger Werbering, und Geschäftsleuten am Marktplatz kam. Darüber sind viele enttäuscht.

Das Thema Weihnachtsmarkt flammt jetzt neu auf. Ronny Albrecht, Betreiber des Stadtcafés am Grafinger Bahnhof, will einen neuen Markt initiieren. Sein Vorschlag: Er soll am Vorplatz des Bahnhofs Grafing Stadt stattfinden. Es sei ein zentraler Punkt mit genug Platz, den viele Fahrgäste nutzen und von den Bürgern ebenfalls gut zu erreichen sei.

Albrecht hat seine Idee mit Grafings Bürgermeisterin Angelika Obermayr nur kurz auf der Straße besprochen. Die Stadtchefin ist angetan: „Herr Albrecht hat meine volle Unterstützung.“ Soweit die Theorie. Praktisch ist der Weihnachtsmarkt schwer umzusetzen, zumindest für dieses Jahr. Das weiß Albrecht. Er hat mit Budenbesitzern gesprochen, doch die hätten ihre ganzen Stände bereits vergeben. Auch Händler und Geschäfte müssten erst noch gefunden werden, die Glühwein, Würstl, Weihnachtsdeko und Wollhandschuhe verkaufen würden. Ungeklärt auch die Versorgung mit Strom und Wasser, außerdem müsste die Bahn ihre Zustimmung geben – ein Teil des Platzes gehört ihr, die Stadt Grafing besitzt den anderen. „Auch wenn es für dieses Jahr zu eng ist, wäre der Platz doch eine Alternative für die kommenden Jahre“, sagt Albrecht. Obermayr: „Denkbar ist viel.“ Es gebe viele Ideen von Grafingern für Märkte. Dass damit automatisch in Zukunft kein Weihnachtsmarkt mehr auf der Marktplatzinsel stattfinden wird, davon geht die Bürgermeisterin nicht aus. „Ich denke, der Werbering wird im kommenden Jahr wieder einen Weihnachtsmarkt beantragen.“ Der könnte, wenn es nicht erneut zum Streit mit den Geschäftsleuten im Zentrum kommt, dann wieder wie die letzten Jahre die gesamte Adventszeit stattfinden.

Albrecht geht es aber um mehr als um einen Weihnachtsmarkt, wie er sagt. Immer wenn der 36-Jährige auf den Vorplatz des Bahnhofs schaut, ist er traurig. Düster, grau und trist sei der. „Ein Hauch von Nichts“, sagt er. Gerade jetzt, wenn die Tage kürzer werden, sei das umso schlimmer. Für die Fahrgäste der S-Bahn sei das nicht einladend, ein schlechtes Aushängeschild der Stadt. Albrecht will den Vorplatz gerade zur Adventszeit attraktiver machen – und das schon in diesem Jahr. Lichterketten, einen Christbaum, „ein bisserl Dekoration vielleicht“. Dafür brauche Albrecht grünes Licht der Stadt, Genehmigungen, Strom.

Auch da ist Obermayr nicht abgeneigt, Herr Albrecht habe viele „tolle Ideen“, die wir jederzeit umsetzen können. „Dazu muss sich Herr Albrecht aber im Rathaus melden und konkret sagen, was er will und braucht“, sagt die Bürgermeisterin fast schon kritisierend. Ganz ohne Markt müssen die Grafinger in diesem Jahr nicht auskommen. Am 17. Dezember findet ein ganztägiger Christkindlmarkt statt, Veranstalter ist der Werbering.

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