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Die Hand fest am Spaten: Kinder der Grundschule Grafing freuen sich am Donnerstag, dass die Erweiterung und die Sanierung ihrer Schule endlich beginnt. Mit ihnen freut sich Bürgermeisterin Angelika Obermayr (hinten).

Erweiterung der Grafinger Grundschule

Kinder freuen sich schon auf die Bagger

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„Ganz viele Kinder freuen sich schon auf die Bagger“, meinte Grafings Bürgermeisterin Angelika Obermayr  beim Spatenstich zum Erweiterungsbau der Grundschule. Der Bau wird für die Stadt einer der größten finanziellen Kraftakte der vergangenen Jahrzehnte.

Grafing 11,5 Millionen soll der ambitionierte Umbau kosten. Etwa die Hälfte dieses Betrages kommt aus Zuschüssen. „Für eine Stadt wie Grafing ein ganz gewaltiger Brocken“, räumte Obermayr ein. Die Stadt klotzt, schließlich müssen künftige Siedlungstätigkeit, Nachverdichtung und damit einhergehendes Bevölkerungswachstum sowie Unsicherheiten berücksichtigt werden, die durch Änderungen in der Schulpolitik des bayerischen Staates entstehen, sagte Obermayr (Grüne).

Die Bürgermeisterin ließ beim Spatenstich die schwierigen Diskussionen im Stadtrat noch einmal Revue passieren. Die Kinder der ersten Klasse bedankten sich im Voraus mit einem Lied dafür, dass sich die Ratsmitglieder am Ende doch für einen großen Wurf entschieden hatten. Noch ist der Nerventest aber nicht abgeschlossen, denn der Um- und Erweiterungsbau wird bei laufendem Schulbetrieb zu bewältigen sein. Der Gedanke an Kinder, deren Weg auf dem Schulgelände den der Baufahrzeuge kreuzen könnte, machte vielen Angst. Es waren deshalb umfangreiche, vorbeugende Planungen notwendig, die auch in den Händen von Yvonne Magdon lagen. Sie ist in der Verwaltung für den kommunalen Hochbau zuständig. „Eltern, Lehrer, Stadtrat und Elternbeirat wurden sehr frühzeitig einbezogen“, meinte Obermayr. Zu diesem Thema habe es extra Treffen gegeben, damit die Kinder nicht gefährdet werden.

„Ihr seid die, die das ganz nah mitbekommen werden“, sagte Rektorin Renate Schwarz-Reis an die kleinen Schüler gewandt, die für ein historisches Foto zu „Spatenkindern“ wurden. Wenn alles nach Plan verläuft, werden die Erstklässler auch die Fertigstellung des Umbaus noch als Grundschüler erleben. Das Projekt soll im Sommer 2020 abgeschlossen sein.

Lehrer und Kinder müssen sich auf mehrere Umzüge innerhalb des Gebäudes einrichten, weil sie je nach Fortschritt schon in den Neubau wandern, damit in einem der letzten Maßnahmen schließlich der Altbau saniert werden kann. Begonnen wird mit den Freiräumen im Innenhof, die Fahrzeuge für diese Maßnahme standen sozusagen mit laufendem Motor schon auf dem Schulgelände.

Die Grafinger Grundschule erwies sich in der Substanz zwar als erhaltenswert, hat aber doch schon viele Jahre auf dem Buckel. Eine Entwarnung gab es aber: „Aufgrund der umzusetzenden Maßnahmen ist nicht davon auszugehen, dass schadstoffbelastete Bauteile anfallen“, wurden die Eltern vorab informiert. Für den laufenden Schulbetrieb bestehe von dieser Seite keine Gefahr. Das Schulhaus war im Jahr 1954 errichtet worden. 1967 kam ein Anbau hinzu und das Dach wurde erneuert. Im Jahr 2009 hatte der Grafinger Stadtrat einen Ganztagszug beschlossen, zwei Jahre später wurde die Mensa gebaut. 2014 gab es erste Voruntersuchungen für eine Erweiterung und Sanierung. Der Weg zur endgültigen Entscheidung war lang. „Wir haben uns 100 Mal im Kreis gedreht“, berichtete die Bürgermeisterin vom Verlauf der Debatten im Grafinger Ratsgremium. „Die Generalsanierung bietet Chancen“, animierte Architekt Alexander Müller alle Beteiligten aber zur Zuversicht.

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