Ein närrisch dekoriertes Schaufenster
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Kurt Geiger von der Reinigung Adrett steht vor seinem Schaufenster, das Teil des Faschingsbärenwegs ist.

Schnitzeljagd durch Grafing

Kunterbunte Schaufenster: Der Faschingsbärenweg in Grafing

  • Raffael Scherer
    vonRaffael Scherer
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In Grafing ist die Schnitzeljagd eröffnet. Die Faschingsbären wollten es sich nicht nehmen lassen, zur närrischen Zeit trotz Lockdowns für etwas Unterhaltung zu sorgen. Dafür haben sie den „Faschingsbärenweg“ quer durch die Stadt geschaffen.

Grafing – Los geht’s bei Optik Schölzel. Wer keinen Drucker daheim hat, kann sich hier einen Fragebogen vor der Türe schnappen. Es beginnt bereits mit einer Zusatzfrage, die einen den kompletten Weg über begleiten wird: „In allen Schaufenstern ist unser Logo zu finden: Wie viele sind es in allen Schaufenstern zusammen.“ Sofort blicken einem mehrere gelbe Papierschnipsel mit dem närrischen Bären aus dem Schaufenster entgegen. Eine Strichliste kann hier hilfreich sein, denn in den nächsten Schaufenstern warten insgesamt über 60 Bären (die genaue Anzahl sei natürlich nicht verraten). Zusätzlich stellt sich der Vereinsvorstand im ersten Rätsel vor.

Bei Hasi’s Hotel wird es knifflig: Die Buchstaben auf den Postern ergeben in richtiger Reihenfolge die Namen regelmäßig organisierter Faschings-Veranstaltungen. Ein Block zum Abschreiben und raten kann sich da lohnen. (Tipp: Unsinniger Donnerstag wird USIDO abgekürzt.)

Wie viele Bonbons in Gramm?

Fenster für Fenster gibt es neue Fragen, in Kombination mit Fotos, Kostümen und Einsichten ins Vereinstreiben. Bei Bestattungen Imhoff geht es um die „Bärenhöhle“ und bei Obermaier Moden um die Faschingsgarde. Schritt für Schritt stellt sich heraus, welche verschiedenen Untergruppen im Verein auftreten, wie etwa Tanzgruppen. Oder wie viele Orden seit der Gründung geschaffen und vergeben wurden.

Hinzu kommen Schätzfragen, bei denen wirklich nur blind geraten werden kann. Beispielsweise bei der Textilreinigung Adrett am Marktplatz lautet die Frage: „Wie viele Bonbons befinden sich im Hexenkessel (in Gramm)?“ Bisher habe noch keiner gefragt, ob er den Eimer im Schaufenster einmal nachwiegen dürfe, sagen Reinigungs-Chef Kurt Geiger und seine Kolleginnen verschmitzt.

Rund eineinhalb Stunden raten

Was es rund um die Kindergarde zu wissen gibt, erklärt einem passenderweise Station sechs, das Fenster des Spielwarenladens Hampelmann. Die Hälfte ist geschafft, mittlerweile dauert der Spaziergang, dank des Rätselratens, etwa eine Dreiviertelstunde. Bei der Buchhandlung Braeuer geht es passenderweise um die Zeitung der Bären, im Weinhausfenster gleich nebenan gibt es Infos rund um die Gründung des Vereines. Bei Kindermoden Salto können die Kostüme des Kinder-Dreiergestirns betrachtet werden, inklusive Fragen dazu. Mit der Wine & Bar Allegria kommt das Grafinger Faschingsvarieté zur Geltung bis hin zur letzten Frage des Bärenweges am Friseursalon Bitto. Dort sollen die vergangenen Mottos mithilfe jeweils einer Kopfbedeckung und eines Ordens erraten werden.

Für die ein oder andere Lösung braucht es ein wenig Hilfestellung durch die Website der Faschingsbären. Ist der Fragebogen nach rund eineinhalb Stunden komplett ausgefüllt, geht es zum Rewe Gruber. Dort ist im Eingangsbereich eine Faschingsecke mit zwei kostümierten Puppen und zahlreichen Fotos vergangener Veranstaltungen. Im Mittelpunkt steht eine Kartonbox. Rein mit dem Fragebogen und Daumen drücken. Sowohl fürs Gewinnspiel, als auch den nächsten Fasching.

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