Das Tennisheim am Grafinger Stadion ist in die Jahre gekommen. Jetzt erhält der Verein einen städtischen Zuschuss, um das Gebäude zu sanieren. Foto: Stefan Rossmann

Finanzieller "Aufschlag" für die Grafinger Tennisfreunde

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Grafing - Das-Vereinsheim atmet noch den Charme der 1970er-Jahre und soll nun „aufgehübscht“ werden. Die Stadt beteiligt sich finanziell.

Das war von Anfang an nicht die kostengünstigste Lösung: Die Tennisplätze des TC Grafing werden über Drainagen entwässert. So weit, so gut. Nur: die Entwässerung wird über eine elektrische Pumpe in das städtische Kanalsystem bewerkstelligt. Das kostet Strom. Außerdem verdünnt die Stadt damit praktisch ihr Abwasser. „Das ist für die Funktion einer Kläranlage sehr ungünstig“, meinte Bürgermeistern Angelika Obermayr im Stadtrat. Eine Lösung ist aber in Sicht: Das Wasser wird über ein neues Rohrleitungssystem in den Wieshamer Bach eingeleitet.

Anlass der Debatte im Stadtrat war ein Antrag des TC, dem nicht nur die Drainage auf dem Herzen liegt. „Das Vereinsheim ist kein Schmuckstück mehr“, räumte Kämmerer Christian Bauer ein. Vor allem die Seite zum Eingang des städtischen Schwimmbades hin zeigt an der Fassade „Ermüdungserscheinungen“.

Der TC leistet eine erhebliche Jugendarbeit und das sollte im Stadtrat auch gewürdigt werden, wie sich herausstellte.

Das Stadion besteht seit dem Jahr 1975 und wurde in Eigenregie errichtet. Die Stadt stellte damals lediglich dauerhaft den Grund zur Verfügung. Zwischendurch waren die Plätze schon einmal renoviert worden, das Innere des Vereinsheimes selbst aber strahlt noch den Charme der 70er Jahre aus. Auch in den Duschen - je eine für die Männer, eine für die Frauen. „Das ist für Mannschaftskämpfe nicht mehr ausreichend“, war der fast allgemeine Konsens. Fast deshalb, weil das Bündnis für Grafing mit einem eigenen Antrag den Sanierungszuschuss der Stadt auf 22 000 Euro deckeln wollte. Da spielten aber die Stadträte der anderen Fraktionen nicht mit. Sie waren vielmehr der Ansicht, dass ein Verein, dessen eine Hälfte aller Mitglieder aus Jugendlichen besteht, eine Förderung bis in eine Höhe von maximal 35 000 Euro verdient habe. So wurde es dann auch beschlossen.

Der TC Grafing ist nach dem TSV und dem EHC Klostersee der drittgrößte Verein der Stadt und zeigte sich bisher, was das Begehren von kommunalen Mitteln betrifft, äußerst bescheiden. „In den letzten zwanzig Jahren hat der TC keinerlei Zuschuss erhalten“, bestätigte der Kämmerer.

Dazu kommt etwas, das die wenigsten Grafinger Bürger wissen dürften, wie Roswitha Singer (Grüne) feststellte: „Jedermann ist berechtigt, auf diesem Platz zu spielen“, informierte Bauer die Stadträte und nicht nur die, falls jemand Ambitionen haben sollte.

Damit es alle wissen, soll darauf jetzt auf einem großen Schild am Eingang des Vereinsheimes hingewiesen werden.

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