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Überraschendes zu sehen gibt es bei der neuen Fotoausstellung im Grafinger Museum, die heute eröffnet wird. 

Fotoausstellung in Grafing

Ganz viele Augenblicke

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Sein und Schein! Der Fotoclub Blende 85567 stellt im Museum der Stadt Grafing aus. Eine Reise in das Mystische.

Grafing – Es sind die knappen Momente im Leben, die einen lange staunen lassen. Augenblicke mit Beständigkeit und doch vergänglich. Wie ein Blick in das Universum: Eine mystische Fabelwelt tut sich auf, ein rot-brauner Planet zum Greifen nahe, ein grün-braun-leuchtendes Gestirn dahinter, erdähnlich. Ein Mond, ein Meteorit, Sterne. Festgehalten in einem Foto, surreal real. Ein Rätsel für den Betrachter, der einen täuschenden Blick in eine andere Galaxie da vor sich hängen hat, im Heimatmuseum Grafing. Gemacht hat das Foto, nein, sagen wir: konstruiert hat das Bild Alex Pelka. Er ist Fotokünstler des Grafinger Fotoclubs „Blende 85567“.

Unter dem Motto „Augenblicke“ präsentiert der Verein ab heute, Donnerstag, 74 Fotos. Fotos, die den Rezipienten mit auf eine Reise nehmen: in die Heimat der Region, in die Tiefe, in die Tierwelt, in die Weite, nach Afrika und Asien, und in eine andere Galaxie bis hin zum Heimatplaneten von Alex Pelka. Dieser lässt viel Raum für Interpretation und Spekulation, denn einen solchen Weltraumflug hat der Grafinger Fotograf natürlich nur auf dem Computer gemacht. Die beiden Planeten auf dem Foto verschwimmen und entpuppen sich als Oberfläche eines rostigen Nagels, eine Makroaufnahme, und als emaillierter grüner Blumentopf. Der Meteorit: ein Stück Schnee, anders kontrastiert. Dann digital collagiert, auf einer Oberfläche, die einem Sternenhimmel gleicht. Doch auch dieser täuscht: Es ist das Foto einer staubigen Oberfläche eines Handydisplays.

Die Fotoausstellung, die bis 19. März läuft, weist den Besucher in die Schranken von Sein und Schein. Die Vielfalt der Ausstellung ist groß: Vom Sonnenuntergang auf der anderen Seite des Globus’ bis zur lachenden Oktoberfeststute ist alles dabei – mit und ohne Kameratechnik oder computertechnische Nachbearbeitung.

26 Fotografen des Grafinger Clubs zeigen ihre individuellen Augenblicke. Gute Fotos seien solche, sagt die Fotokünstlerin Ulrike Hohnheiser, die einen zum Stehenbleiben bewegen, zum Innehalten. Auch, wenn die Zeit vergänglich ist, was Franz Hohnheiser in einem seiner Bilder illusioniert, indem er eine Kirchenuhr zeigt, die im Spiegelbild eines Gewässers verschwimmt; es erinnert stark an die zerrinnende Zeit, die schmelzenden Uhren des surrealistischen Salvador Dalí.

Informationen:

Die Fotoausstellung „Augenblicke“ eröffnet Donnerstagabend, 9. März, 19.30 Uhr, im Museum der Stadt Grafing. Reguläre Öffnungszeiten sind Sonntag, 14 bis 16 Uhr und Donnerstag, 18 bis 20 Uhr.

Sonderöffnungszeiten ist an den Wochenenden 11./12. März und 18./19. März, samstags von 14 bis 18 Uhr und sonntags von 10 bis 18 Uhr. Dabei wird es zusätzlich eine Diashow geben. Der Eintritt ist immer frei.

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