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Schammach II umfasst etwa zehn Hektar Fläche. Rechts (grau dargestellt) Teil des bereits bestehenden Gewerbegebietes.

Gewerbegebiet

Grafing hat die Nase vorn

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Grafing - Manchmal kommt alles anders, als man denkt. Die Grafinger nähern sich mit Riesenschritten der Realisierung ihres neuen Gewerbegebietes in Schammach, beim Gewerbegebiet der Nachbarkommune Bruck in Taglaching musste alles wieder auf Anfang gestellt werden.

Die Regierung von Oberbayern hatte ein Veto eingelegt, die Fläche musste reduziert werden. Dabei hatten die Brucker unter anderem argumentiert, dass sie eigene neue Gewerbeflächen entwickeln wollen, weil ihnen die Grafinger Pläne zu lange dauern würden. Jetzt ist es umgekehrt.

Einem interkommunalen Gewerbegebiet wurde auf Brucker Seite damals eine Absage erteilt, die Grafinger hätten dieser Idee einen gewissen Charme abgewinnen können, noch dazu, wo es sich um eine Premiere im Landkreis gehandelt hätte. Auch um die Gewerbesteuer hätten sich die Kommunen nicht streiten müssen. Denn der Grafinger Teil der Gewerbeflächen wäre zur Gänze auf Grafinger Flur, der Brucker auf Brucker Flur zu liegen gekommen. Diese Gedankenspiele fanden in Bruck aber keine positive Resonanz – unter anderem auch deswegen, weil die Gemeinde bereits im Besitz der Fläche in Taglaching war, die alternativen Flächen aber hätten erst erworben werden müssen.

Am heutigen Montag, 22. August, beginnt in Grafing die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung für das Bebauungsplanverfahren Gewerbegebiet „Grafing – Schammach II“.

Bis zum 30. September, während der allgemeinen Geschäftszeiten (Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr, Donnerstag von 14 bis 18 Uhr) werden die Pläne in der Bauverwaltung, im Grafinger Rathaus, öffentlich ausgelegt.

Gleichzeitig wird Gelegenheit zur Äußerung und Erörterung gegeben. Zweck der Übung: Vorgebrachte Kritik soll im Rahmen der Auswertung aller Äußerungen überprüft werden damit eventuelle Änderungen dann in das weitere Verfahren einfließen.

Die Grafinger hat der Ehrgeiz gepackt. Als Bauamtsleiter Josef Niedermaier im August vor zwei Jahren Zuversicht äußerte, der Baubeginn für Schammach II könne schon in zwei Jahren sein, hielten das viele Beobachter für Zweckoptimismus. Auf Anfrage der Ebersberger Zeitung bestätigte aber Stefan Pecher jetzt, dass an diesem Ziel durchaus festgehalten werde. „Wir beginnen mit den Erschließungsarbeiten, sobald der Bebauungsplan in Kraft getreten ist. Das kann heuer noch sein“, meint er. Die ambitionierten Pläne der Stadt wären damit aufgegangen.

Ein besonderer Kniff dabei war, die parallele Bearbeitung des Flächennutzungsplanes. Die notwendige Änderung ist bereits am 24. Juni dieses Jahres in Kraft getreten, das Landratsamt hatte die Genehmigung erteilt. Damit hat sich bewahrheitet, was Niedermaier vor zwei Jahren so formuliert hatte: „Da ist nichts da, das uns das Fürchten lehren würde, in diesem Verfahren.“

Das neue Gewerbeareal Schhammach II wird über die Glonner Straße erschlossen, bekommt eine eigene Zufahrt und wird ringsum eine Randbegrünung erhalten. Außerdem sehen die Pläne vor, einen Entwässerungsgraben samt Retentions- und Versickerungsflächen ökologisch aufzuwerten.

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