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Für die Baumaßnahmen wird die Straße Am Feld über ein halbes Jahr lang gesperrt. 

Verkehrsberuhigter Bereich ensteht

Grafing: „Am Feld“ wird lange Zeit Baustelle

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Das wird eine der nächsten großen Baumaßnahmen mitten in Grafing, und die gesamte Baustelle wird fast einen halben Kilometer lang.

Grafing – Im kommenden Frühjahr soll mit der Umgestaltung der Straße „Am Feld“ begonnen werden. So ist der Plan. Für die Anlieger ein guter Zeitpunkt. Sie werden nach aktueller Gesetzeslage nämlich nicht finanziell herangezogen. Die Straßenausbaubeiträge wurden abgeschafft. Das hat aber auch seine Tücken. Weil sich der bayerische Staat noch nicht dazu geäußert hat, wie solche Maßnahmen künftig alternativ bezahlt werden sollen, „befindet sich die Baumaßnahme im Planungsstatus, das heißt die Ausführung ist von der Finanzierung abhängig“, teilt die Stadt dazu aktuell mit.

Immerhin: Gewisse Eckdaten stehen schon fest, so zum Beispiel der Bauzeitraum, der sich von März bis Oktober 2019 erstrecken soll – und zwar in drei Bauabschnitten von jeweils zwei bis drei Monaten Dauer. Die Stadt verspricht zwar: „Die Anliegergrundstücke bleiben erreichbar.“ Es sei jedoch nicht auszuschließen, dass vereinzelt die Zufahrt „vorübergehend nicht möglich ist.“ Einzelheiten bekommen die Anwohner aber bei Bürgergesprächen mitgeteilt.

Für den Durchgangsverkehr wird die Straße Am Feld in der Zeit der Bauarbeiten gänzlich gesperrt werden. In jedem Fall müssen die Anlieger mit Behinderungen rechnen und auch mit einer verkehrsrechtlichen Änderung. Besonders Familien mit Kindern dürften es begrüßen, dass die Straße nach Abschluss der Maßnahme ein verkehrsberuhigter Bereich wird. Parken darf man dann aber nur auf extra ausgewiesenen Stellplatzflächen, die nachträglich durch Fahrbahnmarkierungen gekennzeichnet werden.

Begonnen wird bei der Einmündung zur Georg-Baumann-Straße in den Bauabschnitten eins und zwei bis zum Sanftlring, die Fahrbahn bekommt eine Breite von 3,50 Metern. Dass trotzdem zwei Autos im Gegenverkehr aneinander vorbeikommen, sind rechts und links Pflasterstreifen vorgesehen. Außerdem wird es mittendrin Grüninseln geben, die das Tempo der Autofahrer verringern sollen. Sie sind jeweils versetzt angeordnet und werden später mit Blumenmischungen bepflanzt. Ab der Einmündung Sanftlring bis zum Betriebsgelände der Firma Nuvisan wird der Seitenstreifen nicht gepflastert, weil hier mit Schwerverkehr zu rechnen ist.

Es geht bei der Maßnahme nicht nur um die Fahrbahnerneuerung selbst. Die Stadt nutzt die Gelegenheit, hier auch gleich die Wasserleitungen und den Kanal zu erneuern, an den die alten Hausanschlüsse wieder angedockt werden sollen. Eventuell werden auch Einrichtungen der anderen Versorgungsträger erneuert. Die abschließende Asphalttragschicht kommt erst im Jahr 2020 auf die Fahrbahn. Die Stadt will abwarten, bis sich der Untergrund nach den umfangreichen Grabungsarbeiten ausreichend gesetzt hat.

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