Die Entscheidung ist gefallen

Grafing-Bahnhof bekommt Berufsschule

  • Michael Seeholzer
    vonMichael Seeholzer
    schließen

Alle Lichter stehen auf grün – fast alle, bis auf ein paar Formalien. Aus der Berufsschule in Grafing-Bahnhof wird Realität werden. „Theoretisch kann immer was passieren, aber danach sieht es nicht aus“, lautet die Auskunft von Evelyn Schwaiger, der Sprecherin des Landratsamtes Ebersberg.

Grafing - Kaum anzunehmen, dass für den September eine gemeinsame Presseerklärung von Landrat Robert Niedergesäß (CSU) zusammen mit Grafings Bürgermeisterin Angelika Obermayr (Grüne) anberaumt wurde, nur um der Öffentlichkeit schließlich zu erklären, dass aus diesem Projekt jetzt doch nichts wird. Dennoch wollen beide Politiker sich offiziell erst zu diesem Termin äußern.

Aus dem Kultusministerium hingegen verlautete dieser Tage, dass das in Frage stehende Grundstück für das gemeinsame Projekt inzwischen „verfügbar“ sei, an dem die Stadt Grafing, der Landkreis Ebersberg und nach letztem Sachstand wohl auch der Landkreis München teilhaben werden. Für die Stadt wird die neue Schule mit einem erheblichen finanziellen Aufwand verbunden sein. Sie soll das Grundstück stellen. „Das bereitet dem Kämmerer durchaus Sorge für den Nachtragshaushalt“, sagt der derzeit amtierende Grafinger Bürgermeister Josef Rothmoser (CSU). Deswegen müssen auch der Bauausschuss und der Grafinger Stadtrat noch endgültig ihr Plazet geben.

Festgelegt hatte sich Landrat Robert Niedergesäß schon im vergangenen Dezember: „Ich bin mir sicher, die Berufsschule kommt, wird kommen, muss kommen“, sagte er damals. „Grafing-Bahnhof ist ein toller Standort.“ Auch der Grafinger Stadtrat hat sich in nichtöffentlicher Sitzung mit einer deutlichen Entscheidung für diesen Standort ausgesprochen. Das gilt es jetzt noch einmal konkret zu bestätigen, die Stimmung dafür ist jedoch deutlich positiv. Die Mehrheit der Ratsmitlieder sieht die neue Schule als Chance.

Vorgesehen sind die Ausbildungsberufe Kaufmann im Einzelhandel, sowie im Groß und Außenhandel, Lagerlogistik, Zahnmedizinische Fachangestellte und Kfz-Mechatronik. Auch zusätzliche Sporteinrichtungen sollen angegliedert werden.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare