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Nördlich des Eisstadion sollen 200 neue Parkplätze entstehen. 

Im Herbst soll gebaut werden

200 neue Parkplätze am Grafinger Stadion

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Die Planungen schreiten voran, im Herbst soll mit der Zufahrtsstraße und dem Bau von 200 neuen Parkplätzen am Grafinger Stadion begonnen werden.

Grafing – Die neuen Parkplätze werden alle Landkreisbürger interessieren, die im Winter regelmäßig Eishockeyspiele in der „Scheune“ besuchen oder im Sommer das Grafinger Freibad. Sie interessieren aber auch die Anlieger. Stichwort Lärmbelastung.

Windrichtung spielt erhebliche Rolle

In der jüngsten Stadtratssitzung hat sich das Gremium mit den Stellungnahmen der Behörden und Bürger beschäftigt. Bei einer Änderung des Flächennutzungsplans ist das vorgeschrieben. Die Anlieger in der Wasserburger Straße hören den Lärm, der im Sommer vom Schwimmbad ausgeht, die Engerloher befürchten hingegen Immissionen, die von dem neuen Parkplatz in Sichtweite ausgehen könnten. Wobei die jeweilige Windrichtung eine nicht unerhebliche Rolle spielt.

Eine Rolle spielt aber auch, dass der Gesetzgeber 2017 eine neue Sportanlagenlärmschutzverordnung erlassen hat. Die Richtwerte für die abendlichen Ruhezeiten sowie zusätzlich für die Ruhezeiten an Sonn- und Feiertagen von 13 bis 15 Uhr wurden um fünf Dezibel erhöht.

Damit gelten für diese Zeiten die gleichen Richtwerte wie tagsüber außerhalb der Ruhezeiten. Wie Josef Niedermaier, der Leiter des Grafinger Bauamtes erläuterte, hatte diese Änderung aber nur mittelbaren Einfluss. Denn die Stadtverwaltung sei zur Flächennutzungsplanung bei der Berücksichtigung der Grenzwerte „sehr sorgfältig zugunsten der Anlieger“ vorgegangen. Die Werte würden zum Teil sogar um 19 db/a unterschritten.

Lärm gibt es jetzt schon - unabhängig vom Parkplatzbau

Gemeint ist damit ein gewichteter Schalldruckpegel, bei dem berücksichtigt wird, dass nicht alle Frequenzen für das menschliche Gehör gleich laut oder unangenehm empfunden werden. Nicht berücksichtigt wurden hingegen Lärmspitzen, etwa bei Playoff-Spielen des EHC Klostersee, weil die laut Gesetzgeber den Charakter eines „seltenen Ereignisses“ haben. Diesen Lärm gibt es aber jetzt schon – unabhängig vom Parkplatzbau.

Die 200 neuen Stellflächen sollen nördlich des Eishockeystadions entstehen. Sie sind etwa hundert Meter von den jetzigen Stellflächen entfernt, die im Norden an die „Scheune“ angrenzen und rund 150 Meter vom Eisstadion selbst. Geplant wurde aber für insgesamt 400 Plätze. Warum?

Die Reserve wurde unter anderem auch deswegen vorgesehen, weil derzeit noch nicht feststeht, ob es der Stadt gelingt, den Pachtvertrag für die bereits bestehenden Parkplätze zu verlängern. Die Verwaltung befindet sich in Verhandlungen und es pressiert ein bisschen. Denn der Vertrag läuft noch bis Oktober 2019.

Lärmobergrenzen für Sportstätten

Für die Anlieger sei eines wichtig, so Niedermaier: „Für Sportstätten gibt es gesetzliche Lärmobergrenzen, und die halten wir an allen Orten ein.“ Grundlage dieser Aussage sind Berechnungen, und die seien sogar genauer als Messungen, deren Ergebnis oft zu sehr von den Bedingungen beeinflusst würden, die am Tag der Messung herrschen. In Frage kommt da der Wind, Verkehrsaufkommen oder Belastung durch andere, temporäre Lärmquellen. „Das ist jetzt nicht so kompliziert, wie ich es erklärt habe“, hatte Niedermaier in der vorangegangenen Bauausschusssitzung bereits gesagt.

Wichtig für die Anlieger ist außerdem, dass von den neuen Stellflächen, die über eine Zufahrt von der Ostumfahrung zu erreichen sein werden, keine Verbindung zur Straße „Am Stadion“ und weiter zur Kapellenstraße geschaffen wird. Bauliche Hindernisse wie Poller werden einen Schleichweg unmöglich machen, bestätigte Niedermaier auf Anfrage der SPD-Stadträtin Regina Offenwanger. Ratsmitglied Christian Einhellig (FW) regte zudem an, auf den neuen Stellflächen das Parken von Wohnmobilen zu erlauben.

Lesen Sie auch: Ostumfahrung: Startschuss als „Schlusspunkt“

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