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Gut angebunden: Die neue Berufsschule (roter Kreis) in Grafing-Bahnhof, entwickelt gemeinsam mit dem Landkreis München, liegt günstig direkt an der Bahnstrecke. 

Stadt und Landkreis einigen sich

Berufsschule in Grafing ist in trockenen Tüchern

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Stadt Grafing und Landkreis haben sich auf die Kosten-Anteile für das Grundstück der in Grafing-Bahnhof geplanten Berufsschule geeinigt. Damit ist der Weg frei.

Landkreis/Grafing – „Es freut uns, dass wir gute Nachrichten verkünden können.“ Breites Grinsen bei Landrat Robert Niedergesäß (CSU), Zufriedenheit bei Grafings Bürgermeisterin Angelika Obermayr (Grüne). Stadt und Kreis haben sich nach langer Diskussion auf die Kosten-Anteile für den Grundstückskauf zum Standort Berufsschule Grafing-Bahnhof geeinigt. 75 Prozent Kreis, 25 Prozent Stadt. Präsentiert wurde das Ergebnis am Mittwoch, 23. Oktober, im Landratsamt. Nach derzeitiger Planung könnte die neue Schule im Jahr 2024 stehen.

Landrat: Historischer Beschluss

„Wir haben keine Zeitnot“, sagte Niedergesäß. Er sprach von einem historischen Beschluss. „Wir sind der Stadt Grafing sehr dankbar“, sagte der Landrat. Verantwortlich für die Verhandlungen auch mit dem Grundstückseigentümer war vor allem der Grafinger Bauamtschef Josef Niedermaier. Der Eigentümer des Areals erhielt ein Ersatzgrundstück zur landwirtschaftlichen Nutzung. Die Verhandlungen konnten samt aller Verträge in nichteinmal einem Jahr abgeschlossen werden. „Es gibt keinen besseren Standort für die Berufsschule“, ist Niedergesäß überzeugt.

Bürgermeisterin: Rücksicht auf die Anwohner

Jetzt richtet sich der Blick in die Zukunft. Ab November sollen Flächennutzungsplan und Bebauungsplan parallel auf den Weg gebracht werden. „Wir werden versuchen, Rücksicht auf die Anwohner zu nehmen“, sagte Obermayr. Eingeplant ist unter anderem ein Verkehrsgutachten. Für die notwendigen Stellplätze der Schule könnte ein Parkdeck über dem schon vorhandenen P&R-Platz entstehen.

Kein weiteres Gewerbe

Ob es eine weitere Nutzung mit einer Begrünung des Daches und/oder Photovoltaik geben wird, ist noch offen.Bürgermeisterin Obermayr betonte, sie habe nicht vor, den Standort weiter gewerblich zu entwickeln. Heißt: Keine zusätzlichen Ansiedlungen. Heißt aber auch: für die Schule könnte es zusätzliche Erweiterungsflächen geben. Weiter diskutiert wird auch das Thema Sporthalle und wie die genutzt werden könnte.

Lesen Sie auch: Mehr Platz für Grafinger Schule am Stadtrand

Vorgesehen sind für den Standort Ausbildungseinrichtungen für Groß-, Außen-, Einzelhandel und Kfz-Mechatronik. Zudem wird es einen sozialen und einen digitalen Schwerpunkt für die Techniker-Ausbildung sowie IT-Assistenten geben. Geplant ist zudem ein Bereich für Lagerlogistik. Kreisfinanzchefin Brigitte Keller verwies darauf, dass Theorie und Praxisin einem Raum unterrichtet würden. Für neue Konzepte und geniale Ideen sei ein neuer Standort ideal. Bei der Digitalisierung könne hier ein völlig neuer Berufsschulzweig realisiert werden.

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