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„Anderen Führungsstil“: Grafings  Bürgermeisterin Angelika Obermayr (Grüne) wird von der CSU angegriffen. 

Wahlkampf wirft Schatten voraus

Grafinger CSU startet Frontalangriff aufs grüne Rathaus

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Die Grafinger CSU greift das grüne Rathaus frontal an: Die Verschuldung der Stadt habe sich verdreifacht, seit Angelika Obermayr Bürgermeisterin ist.

„Klarer Kurs fehlt“: CSU-Stadtrat Thomas Huber.

Grafing – „Das sind euere Zahlen“, donnerte der Grafinger CSU-Stadtrat Thomas Huber in der jüngsten Ratssitzung in einem für ihn ungewöhnlich ungehaltenen und scharfen Ton. Gemeint war der Haushalt 2019 und vor allem der triste Ausblick auf die drohende Rekordverschuldung der Stadt in den kommenden Jahren. Im Frühjahr 2020 stehen die Kommunalwahlen an. Beginnen jetzt bereits die Schuldzuweisungen?

„Seit dem Amtsantritt der Grafinger Bürgermeistern Angelika Obermayr hat sich die Verschuldung verdreifacht“, kritisieren CSU-Fraktionsvorsitzender Max Graf von Rechberg und sein Stellvertreter Thomas Huber in einem Schreiben an die Ebersberger Zeitung. „Diese grüne Verschuldungspolitik nimmt den nachfolgenden Generationen die Luft zum Atmen und wird ihr sämtlichen politischen Gestaltungsspielraum nehmen.“ Das könnten sie als verantwortungsbewusste Stadträte nicht hinnehmen, meinen die beiden Christsozialen und monieren, dass „Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Rathaus ein klarer Kurs“ fehlt.

Obermayr kontert CSU-Vorwürfe

Diesen Vorwurf will Rathauschefin Obermayr nicht auf sich sitzen lassen. „Mein Führungsstil ist ein gänzlich anderer als der meines Vorgängers“ (Rudolf Heiler, FW), sagt sie und argumentiert unter Verweis auf das in Rekordzeit realisierte Gewerbegebiet Schammach II: „Nur ein gut geführtes Rathaus kann ein solches Riesenprojekt innerhalb kürzester Zeit abwickeln, wie wir es gemacht haben.“

CSU: Projekte endlich priorisieren

Die Forderung der CSU, „Projekte endlich zu priorisieren“, versteht Obermayr nicht, denn diese Liste habe es fraktionsübergreifend gegeben: „Zuerst das Gewerbegebiet, um Einnahmen zu schaffen, dann das Bauland für Einheimische und dann der Bau des Kinderhauses an der Forellenstraße. Das war die Priorisierung.“ Der CSU hingegen geht an der Forellenstraße zu wenig vorwärts: „Anstatt sich auf dieses Projekt zu konzentrieren und es zeitnah umzusetzen, wurden immer wieder kostspielige Projekte, z.B. der Umbau des Schulhauses Oberelkofen und das Haseitl-Haus vorgezogen, die aber die aktuelle Betreuungssituation leider nicht verbessern.“ Obermayr sagt jedoch, der Stadtrat habe nach einer Darstellung der Betreuungssituation durch eine Mitarbeiterin des Landratsamtes beschlossen, „dass ein Bedarf für Elkofen und das Haseitl-Haus besteht.“

Immer mehr Kinder, immer mehr Kosten

Freilich räumt auch die Bürgermeisterin ein, dass die „Anzahl der Kinder in Grafing sehr unerwartet nach oben gegangen ist durch starke Zuwanderung und höhere Geburtenraten.“ Sie begründet die finanzielle Belastung der Stadt unter anderem aber auch mit dem aktuellen Grundstückskauf für die neue Berufsschule.

Lesen Sie auch: Grafing auf bestem Weg ins Schwarzbuch der Steuerzahler

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