+
Der Bau des Grafinger Eisstadions Anfang der 1970er-Jahre ist eng mit dem Namen Alexander Kaefer verbunden. 

Nachruf zum Tod von Alexander Kaefer (82)

Ein Leben mit und für den EHC Klostersee ist zu Ende

Es war ein Leben mit und für den EHC Klostersee. Auf niemanden trifft das besser zu als auf Alexander Kaefer, der zu den Gründungsvätern des Grafinger Eishockeys gehört. Er ist im Alter von 82 Jahren gestorben.

Alexander KaeferGründungsvater des EHC

Grafing–  Es gibt kaum eine Funktion, die Kaefer beim Verein nicht ausgeübt hat. Zugezogen mit der Familie als 14-jähriger Jungspund aus Garmisch-Partenkirchen wurde mit Gleichgesinnten zunächst auf unterschiedlichen Weihern und Seen der Gegend dem Puck nachgejagt, mit selbst gebastelten Stöcken, geschenkter Ausrüstung einer amerikanischen Militärmannschaft und von Vater Boris Kaefer zusammengezimmerten Toren. Im Jahr 1957 war Alexander Kaefer eine treibende Kraft und einer der Gründerväter des Vereins EHC Klostersee.

Viele Jahre, bis 1976, stand er für die Rot-Weißen als Spieler aktiv auf dem Eis, war zwischendurch zusätzlich bereits Sportwart und wechselte dann nahtlos über in die Vorstandschaft. Eng verbunden mit seinem Wirken war in dieser Zeit der Bau des vereinseigenen Kunsteisstadions Anfang der 1970er-Jahre samt Gebäudetrakt, in dem er mit dem „Aquarium“ eines der ersten italienischen Restaurant in der gesamten Region etablierte. Im Spätsommer 1983 wurde die Eisfläche mit seiner tatkräftigen Unterstützung überdacht.

„Vorderste Reihe“ war ihm nicht wichtig

Auch nach dem Abtritt aus der Führungsriege beim EHC war er nah dran am Geschehen, mal mehr und mal weniger. Mit seinem Ingenieurbüro in Grafing und als Statiker hat er vieles in der Umgebung mitgestaltet, wobei ihm die „vorderste Reihe“ nie wichtig war. Dem EHC stand er nie als Präsident vor, dafür aber viele Jahre als 2. oder 3. Vorsitzender. Seine Kompetenz und seine fachliche, immer offen und ehrlich vorgetragene Meinung machten Kaefer nicht nur Freunde. Sie hatten aber auch aus dem zweiten Glied heraus und ohne offizielles Amt stets Gewicht.

Immer ein offenes Ohr für den Verein

Egal ob es beim EHC Klostersee um sportliche oder wirtschaftliche Belange ging, immer hatte Alexander Kaefer ein offenes Ohr. Er half, wo es ging, ohne großes Aufhebens darum zu machen. Er pflegte das Vereinsleben auch jenseits des sportlichen Ehrgeizes, lernte bei Bedarf bis ins hohe Alter hinein mit Nachwuchsspielern für die Schule, diskutierte meinungsstark über viele unterschiedliche Themen oder lud die Spieler der aktuellen Bayernliga-Mannschaft, in der sein Enkel Raphael zu den Team-Leadern zählt, zu einem gemeinsamen Essen nicht zuletzt für das Teambuilding und zum Fachsimpeln ein.

Am Freitag, 6. Dezember,  ist Alexander Kaefer im Alter von 82 Jahren nach längerer Krankheit, die ihn bis zuletzt nicht an Stippvisiten in „seinem“ Eisstadion oder am Plausch mit Gleichgesinnten hindern konnte, im Kreis der Familie gestorben. Er hinterlässt seine Frau Irmgard, den Sohn Sascha, der den EHC Klostersee aktuell als Präsident führt, samt Schwiegertochter Ulla und die Enkelkinder Raphael, Valentina und Michi.

EHC spielt mit Trauerflor

Der EHC Klostersee gedenkt dem verstorbenen Vereinsmitgründer Alexander Kaefer beim nächsten Heimspiel mit einer Schweigeminute, die Mannschaft von Dominik Quinlan wird mit Trauerflor antreten.  

ele

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Uber fährt weiter: Poing und Pliening bleiben im Programm
Die Zahlen sprechen für sich. Deshalb hat der Fahrdienstvermittler Uber beschlossen, Poing und Pliening weiter im Programm zu behalten.
Uber fährt weiter: Poing und Pliening bleiben im Programm
Zornedinger Feuerwehr hat akutes Platzproblem
Zornedings Feuerwehr in Nöten: Das Betriebsgebäude ist stark sanierungsbedürftig, die Fahrzeughalle viel zu klein.
Zornedinger Feuerwehr hat akutes Platzproblem
Herrmannsdorf-Gründer Karl Ludwig Schweisfurth ist tot - sein Werk wird weiterleben
Karl Ludwig Schweisfurth, Gründer der Herrmannsdorfer Landwerkstätten, ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Sein Einsatz für Nachhaltigkeit und Tierwohl war bedeutend.
Herrmannsdorf-Gründer Karl Ludwig Schweisfurth ist tot - sein Werk wird weiterleben
Forstinning: Hier  dreht sich fast alles um die Staatsstraße
Der neue Gemeinderat in Forstinning wird sich  insbesondere mit einem Thema beschäftigen müssen: der Staatsstraße und der Umfahrung von Schwaberwegen.
Forstinning: Hier  dreht sich fast alles um die Staatsstraße

Kommentare