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Der Besuch der Delegation aus Saint-Marcellin war ein besonderes Ereignis. Die Franzosen waren aus Anlass des 100. Geburtstages des Grafinger Ehrenbürgers Adalbert Mischlewski nach Grafing gekommen, um anzustoßen.

Französische Städtepartner aus besonderem Anlass zu Gast in Grafing

Es ist kein Weg zu weit für Geburtstagsgrüße aus Frankreich

Für einen Geburtstagsgruß 840 Kilometer einfach zu fahren, das ist keine Kleinigkeit. Die Gäste aus Saint-Marcellin nahmen diese Reise gerne auf sich.

Grafing – Die Städtepartnerschaft Grafing-Saint-Marcellin lebt: Und wie lebendig die Beziehung zwischen Grafing und ihrer Partnerstadt in Südfrankreich ist, sieht man daran, dass zur großen Feier des 100. Geburtstags von Adalbert Mischlewski (wir berichteten bereits ausführlich), dem Initiator und Förderer dieser Städtepartnerschaft, eine achtköpfige Delegation aus Saint-Marcellin angereist war – immerhin eine Wegstrecke von 840 Kilometern.

Ökumenischer Gottesdienst erstaunte

Der langjährige Vorsitzende des dortigen Partnerschaftskomitees und stellvertretender Bürgermeister, Jean Briselet, hob in einer bewegenden Rede die großen Verdienste Mischlewskis für die deutsch-französische Versöhnung und deren Bedeutung für den Europa-Gedanken hervor, aber auch für die Förderung der Ökumene. In Saint-Marcellin war es mit Erstaunen registriert worden, dass der Theologe bei der Gründung der Partnerschaft und bei späteren feierlichen Begegnungen einen ökumenischen Gottesdienst anregte und gestaltete – was sehr geschätzt wurde.

Das größte Kompliment machte Briselet aber mit der Bemerkung, dass Mischlewski inzwischen „einer von ihnen“ sei.

Ebenfalls interessant: Gespräch mit einem Hundertjährigen

Geschichte des Antoniterordens

Adalbert Mischlewski, Ehrenbürger von Grafing.

Anschließend ergriff Géraldine Mocellin das Wort, um als Leiterin des Museums von Saint-Antoine l’Abbaye ihrem Freund Mischlewski zu danken für seine wirksamen Beiträge zur Gründung und Ausgestaltung des Museums und damit zur Bekanntmachung der Geschichte des Antoniterordens.

Die Erforschung des größten Spitalordens im Mittelalter, seine Lebensaufgabe, habe nicht nur in Frankreich, sondern auch in anderen Ländern hohe Anerkennung gefunden, sagte Mocellin. Für sie sei Mischlewski ein bedeutender Historiker und ein warmherziger Kollege mit großer Ausstrahlung.

Zum Schluss überraschte Briselet die anwesenden Komiteemitglieder mit der erfreulichen Nachricht, dass im kommenden Jahr endlich wieder der Schüleraustausch zwischen dem Gymnasium Grafing und dem Collège Le Savouret in Saint-Marcellin aufgegriffen werde.  ez

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