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Hechtsprünge ins kühle Nass: Wann das Grafinger Freibad heuer aufmacht, ist derzeit noch unklar. Regulär hätte der Betrieb am 9. Mai aufgenommen werden sollen.

Corona-Krise in Grafing

Freibaderöffnung in Grafing: Ungewiss, Vorbereitungen laufen aber

  • Michael Seeholzer
    vonMichael Seeholzer
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Die Stadt Grafing wappnet sich: Die Schwimmbadbetreiber wollen ihr Bad zum geplanten Start am 9. Mai einsatzbereit machen. Ob es dann öffnet, bleibt ungewiss. 

Grafing – Der Saisonbeginn wäre heuer eigentlich für den 9. Mai geplant gewesen. Und momentan werden die Vorbereitungen soweit getroffen, dass der Eröffnungstag trotz der Corona-Pandemie eingehalten werden könnte. Es bleiben aber Unsicherheiten.

„Alles läuft ganz normal, wie wenn das Freibad zu diesem Termin eröffnet werden würde“, informiert Grafings Bürgermeisterin Angelika Obermayr auf Nachfrage der Ebersberger Zeitung. Allerdings müsse abgewartet werden, „wie es nach dem 19. April weitergeht.“

Entscheidung am 14. April?

Eine Entscheidung darüber könnte am Dienstag, 14. April fallen, wenn die Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel das weitere Vorgehen bei den Ausgangsbeschränkungen beraten und das Ergebnis dann in einer Pressekonferenz bekannt geben. Es ist nicht ausgeschlossen, dass es für derart publikumsintensive Betriebe wie ein Freibad weitere Beschränkungen geben wird.

„Zu uns kommen doch sehr viele Leute“, gibt Elisabeth Gschwendtner zu bedenken, die in der Grafinger Verwaltung für das Bad zuständig ist. Es ist die einzige Einrichtung dieser Art im Landkreis Ebersberg und verzeichnet deswegen auch Besucher aus den umliegenden Nachbarkommunen und darüber hinaus.

Ein Blick in die Glaskugel

„Das ist momentan ein Blick in die Glaskugel“, bestätigt Sandra Friesinger vom technischen Team des Freibades die Hängepartie, in der sich die Stadt befinde. Alle Reinigungsarbeiten werden derzeit durchgeführt, dann werde das Wasser eingelassen. „Das dauert eine Zeitlang, bis sich das eingepegelt hat.“ Auch die Pflege der Außenanlagen wird wie geplant durchgeführt. 

„Wir richten alles tipptopp her.“ Nur die Wasserproben würden erst gezogen, wenn der Eröffnungstermin feststehe, sagt Gschwendtner. „Das wäre sonst zu teuer“, erläutert sie. Immerhin: Wenn die Vorbereitungen alle abgeschlossen sind, „können wir von einem Tag auf den anderen aufsperren“, berichtet Friesinger. Damit könne die Stadt schnell reagieren.

Die treuen Grafinger Freibadbesucher werden das gerne hören, besonders auch diejenigen, die unabhängig vom Wetter bereits früh am Tag und auch früh in der Saison ihre Bahnen ziehen wollen und damit ihre Abwehrkräfte stärken. 

Für die Besucher steht eine insgesamte Wasserfläche von rund 1200 Quadratmetern, ein Sprungturm mit Ein-, Drei- und Fünfmeterbrett, 50-Meter-Schwimmbahnen, eine Breitrutsche und ein großer Kleinkinderbereich, sowie weitere Freizeitanlagen und ein Kiosk zur Verfügung. Die Besucher verteilen sich auf den großzügigen Liegeflächen mit altem Baumbestand.

Saisonende für 13. September geplant

Das Saisonende wäre für den 13. September geplant. Wie viel von der Zeitspanne letztlich für einen Besuch im Freibad übrig bleibt, ist für die Stadt nicht unerheblich, weil auch bei einer guten Gästefrequenz ein Defizit in beträchtlicher Höhe aufläuft. Wer noch Rest-Zehnerkarten aus dem Jahr 2019 hat, kann die verwenden, sie sind wie bisher schon übertragbar. Für alle anderen gelten die aktuellen Preise, die der Homepage der Stadtverwaltung zu entnehmen sind.

Erwachsene zahlen 4,50 Euro, die Zehnerkarte kostet 35 Euro. Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren zahlen zwei Euro, die Zehnerkarte kostet für sie 15 Euro. Kinder unter sechs Jahren haben im Grafinger Freibad einen freien Eintritt.

Ein 52-jähriger Grafinger lag aufgrund einer Covid-19-Erkrankung mehrere Tage im künstlichen Koma. Jetzt ist seine Lunge schwer geschädigt.

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