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Ehrengäste bei der Enthüllung der Max-Mannheimer-Stele vor dem Grafinger Gymnasium.

Ex-Schulleiter ist sauer

Giftige Zeilen nach Feier am Max-Mannheimer-Gymnasium

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Die Feier zur Umbenennung des Grafinger Gymnasiums in Max-Mannheimer-Gymnasium hat ein unschönes Nachspiel. Schulleiter Schötz hat einen bösen Brief bekommen.

Grafing – Harald Parigger, der 13 Jahre lang Leiter der Schule war, hat sich in einem Schreiben an den jetzigen Schulleiter Paul Schötz darüber beschwert, dass er zu dem feierlichen Akt am Freitag, 17. Januar 2020, nicht eingeladen worden war. In dem Brief, der unserer Redaktion als Abdruck vorliegt, spricht Parigger von einem „unglaublichen Fauxpas“ und „grober Unhöflichkeit“.

Harald Parigger, ehemaliger Schulleiter.

Parigger betont, dass der Holocaust-Überlebende Max Mannheimer in seiner Zeit als Schulleiter 14 Mal Gast im Gymnasium gewesen sei. „Er hat aus meiner Hand die goldene Ehrennadel des Gymnasiums entgegengenommen. In mehreren schriftlichen und mündlichen Beiträgen habe ich sein Wirken und sein beispielhaftes Vorbild gewürdigt“, so Parigger, der nach Ende seiner Schullaufbahn Direktor der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit war. Er betont auch, dass die Schule in seiner Zeit als eines der ersten Gymnasien in Oberbayern überhaupt „Schule ohne Rassismus“ geworden sei.

Paul Schötz, aktueller Schulleiter.

„Vor diesem Hintergrund erscheint mir – und übrigens auch einigen der geladenen Gästen – die Tatsache, dass Sie mich als Ihren unmittelbaren Amtsvorgänger zu dieser wichtigen Veranstaltung nicht eingeladen haben, nicht nur als unglaublicher Fauxpas, sondern auch als grobe Unhöflichkeit. Ganz sicher wäre sie nicht im Sinne des Geehrten gewesen, dem ich bis zu seinem Tod persönlich verbunden war.“ Parigger schließt mit den Worten: Für das neue Jahr wünsche ich Ihnen eine glückliche Hand – auch in Fragen des Taktgefühls“.

Vom Gymnasium Grafing gab es trotz Anfrage unserer Redaktion keine Reaktion auf das Schreiben des ehemaligen Schulleiters. 

Lesen Sie auch: Gymnasium Grafing trägt nun den Namen Max Mannheimers

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