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Grafing-Bahnhof: Fertigstellung erst im September 2020.

Verzögerung wegen Stürme

Grafing-Bahnhof: Fertigstellung erst im September 2020

Ausbau in Grafing-Bahnhof: Landtagsabgeordneter Huber (CSU) berichtet von geplanter Fertigstellung im September dieses Jahres.

Grafing Die Fertigstellung des barrierefreien Ausbaus des Bahnhofs Grafing-Bahnhof wird einmal mehr nach hinten geschoben und nun für das Ende des dritten Quartals angestrebt. Das teilte der Grafinger CSU-Landtagsabgeordnete Thomas Huber nach einer Anfrage bei der Bahn am Dienstag mit.

In regelmäßigen Abständen informiert sich Huber bei dem Konzern über den Stand der Ausbauarbeiten, die sich nun schon über ein Jahr hinziehen. Die lang ersehnte Vollendung scheiterte bislang am Einbau eines Aufzuges, der aufgrund der Stürme Sabine (10. Februar) und Bianca (28. Februar.) verschoben werden musste.

Ausbau am Bahnhof Grafing: Komplett neuer Zeitplan

Wie Klaus-Dieter Josel, Konzernbevollmächtigter der DB für den Freistaat Bayern, auf Hubers erneute Rückfrage mitteilte, seien für alle Arbeiten im Gleisbereich grundsätzlich Sperrpausen erforderlich, d.h. Zeitabschnitte, in denen ein oder mehrere Gleise für den Zugverkehr komplett gesperrt werden. Da im Schienennetz ganzjährig ein hochfrequentierter, dichter Zugverkehr vorherrscht, seien die möglichen Zeiträume für Sperrpausen äußerst knapp bemessen. 

Wenn, wie im Fall Grafing, die im Vorfeld geplante Sperrpause durch die Stürme nicht genutzt werden könne, bestehe nicht unverzüglich Ersatz. Vielmehr müsse für die ursprünglich vorgesehenen Arbeiten eine komplett neue Sperrpause abgestimmt werden. Dadurch ergebe sich ein komplett neuer Zeitplan.

Der Einhub des Aufzugschachtgerüstes erst im Juni

Der Einhub des Aufzugschachtgerüstes kann demnach erst im Juni erfolgen, da Umleiterverkehre, Zugausregelungen sowie weitere Baustellen zwischen Freilassing und Rosenheim erst dann eine neue Sperrpause zulassen. Im Anschluss daran kann der in Einzelteilen gelieferte Aufzug innerhalb des eingehobenen Schachtgerüstes eingebaut werden. 

Für die jeweiligen Baufirmen vor Ort stellt der wiederholte Versuch zudem insofern eine logistische Herausforderung dar, als dass die Arbeiten in die Arbeitsabläufe wieder neu eingeschoben werden müssen. Sofern die Corona-Krise keine weiteren Verzögerungen mit sich bringt, sollten die Bauarbeiten laut Josel schließlich mit über einem Jahr Verzögerungen Ende September abgeschlossen sein.  

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