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Eine Markt für Tiernahrung soll sich in Haidling im Gewerbegebiet ansiedeln. Davon verspricht sich der Grafinger Bauausschuss eine Erhöhung der Kundenfrequenz.

Stadt Grafing will Gewerbegebiet aufwerten – mit einem Markt für Tiernahrung

Dank „Chappi“ soll es in Haidling bald besser werden

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Nichts ist beständiger als der Wandel. Das gilt für viele Dinge in einer lebendigen Kommune, wie sie die Stadt Grafing ist. Das gilt aber auch für Gewerbegebiete.

Grafing –  Es geht um das Areal in Haidling, das jetzt erweitert werden soll um einen Markt für Tiernahrung. Der wird zusätzlich Kunden anlocken, hofft der Grafinger Bauausschuss.

„Der Standort um den Edeka-Markt leidet“, schilderte Bürgermeisterin Angelika Obermayr (Grüne) den Bauausschussmitgliedern. Zentrumsnahe Angebote würden Kaufkraft binden, und das war anfänglich auch so beabsichtigt. „Wir wollen schon, dass das Zentrum gestärkt wird“, bekräftigte Regina Offenwanger (SPD) in der Aussprache zur Erweiterung des Gewerbegebiets Haidling auf Höhe des Grafenweges. Geplant ist hier unmittelbar angrenzend an das Betriebsgebäude einer Metzgerei ein großer Gebäudekomplex auf einem Areal, das ursprünglich nur ein ungepflegter Lagerplatz eines Bauunternehmens war. Auf dem hatte sich allerlei angesammelt. Ins Erdgeschoss des Neubaus soll jetzt dem Vernehmen nach ein Markt für Tiernahrung einziehen, im ersten Stock sind Büroräume vorgesehen.

Örtlicher Bauunternehmer erkannte eine Chance

Die Verwaltung musste sich mit der Erweiterung befassen, weil ein örtlicher Bauunternehmer erkannt hatte, dass auf diesem vermeintlich nicht verwertbaren Gelände Baurecht entstanden war. Das hatte sich daraus ergeben, dass die Fläche durch in der Umgebung entstandene Bebauung plötzlich nicht mehr dem Außen- sondern dem Innenbereich der Stadt zuzuordnen war.

Markt für Tiernahrung gerne gesehener Nachbar

Ein Markt für Tiernahrung ist im Einzelhandel ein überaus gerne gesehener Nachbar. Die Kundenklientel ist zahlreich, weil viele ein Haustier haben. „Wir sind gut beraten, diesen Standort für den Einzelhandel zu stärken“, meinte Bauamtsleiter Josef Niedermaier. Trotzdem hatte Josef Rothmoser (FW) Bedenken, was die möglichen Ausmaße des Gebäudes betrifft. „Können wir uns bei der Bebauung nicht an dem bestehenden Gebäude orientieren?“, fragte er und meinte damit einen Lagerschuppen aus Holz. Die bereits bestehende Dichte der umgebenden Bebauung allerdings ermöglicht wesentlich größere Dimensionen.

Idealer Standort für neues Angebot

„Das ist ein idealer Standort für so einen Betrieb. Das ist wirklich ein Magnet und ergibt ein sehr gutes Zusammenspiel“, freute sich Christian Einhellig (FW) über die sich abzeichnende Einzelhandelsaktivität in Haidling. Dass auf dem Gelände zusätzlich genügend Parkplätze vorgesehen sind, ist nicht nur vorgeschrieben, sondern auch sinnvoll, weil nur wenige ihren Wochenvorrat an Nahrung für ihre Lieblinge mit dem Rad dort holen werden. Radstellplätze gibt es aber auch. Der Beschluss erfolgte einstimmig.

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