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So kann’s nicht weitergehen : Der Grafinger CSU-Abgeordnete Thomas Huber in Kloster Seeon im Gespräch mit Ministerpräsident Markus Söder.

Dauerbaustelle in Grafing-Bahnhof erzürnt Abgeordneten

Huber reicht’s mit der Bahn: Söder soll helfen

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Grafings Landtagsabgeordneter Thomas Huber hat sich wegen der untragbaren Zustände am Bahnhof in Grafing-Bahnhof an Ministerpräsident Söder gewandt.

Grafing Die Bauarbeiten am Bahnhof in Grafing-Bahnhof dauern und dauern. Zu lange für den aus Grafing stammenden Ebersberger Stimmkreisabgeordneten Thomas Huber. Er hat die Geduld verloren und sich am Mittwoch, 15. Januar, bei der Klausurtagung der CSU-Landtagsfraktion in Kloster Seeon „angesäuert“ an Ministerpräsident Markus Söder gewandt. Dieser habe Unterstützung zugesagt, berichtet Huber.

Immer wieder Nachfragen

„In regelmäßigen Abständen frage ich bei der Deutschen Bahn nach, bis wann die Grafinger denn nun endlich mit einem Abschluss der Bauarbeiten rechnen können. Nun wurde ich bereits das dritte Mal vertröstet“, berichtet der CSU-Landtagsabgeordnete. „Im Mai sagte man mir, bis Herbst 2019 sei alles fertig. Im September sagte man mir, es würde noch spätestens bis Dezember dauern. Nun haben wir Januar, und die Bauarbeiten sind immer noch nicht abgeschlossen“. Auf Hubers letzte Anfrage hin teilte das Bahnhofsmanagement der Deutschen Bahn seinen Angaben zufolge mit, dass sich der Bauzeitplan leider weiterhin verschieben würde.

Schon seit dem Jahr 2013 setzt sich der Abgeordnete für den barrierefreien Ausbau des Bahnhofs ein. Damals gelang es ihm, das Ausbauprojekt im „Bayern-Paket 2013-2018“ unterzubringen und somit eine Förderung des Freistaats sicherzustellen.

Brandbrief im Dezember

„Die Menschen verlieren zusehend die Geduld. Nahezu täglich gibt es Verspätungen, Bauprojekte dauern viel zu lange oder Dinge werden unnötig verkompliziert. Hier muss sich dringend etwas tun“ sagt Huber, der nicht nur den Missstand in Grafing-Bahnhof, sondern auch andere, nicht fertige oder ungelöste Bahn-Projekte beim barrierefreien Ausbau in Zorneding, Poing und Markt Schwaben zur Sprache gebracht hat. Erst im Dezember bat Huber mit einem Brandbrief den scheidenden Verkehrsminister Hans Reichhart um Unterstützung und prangerte bei seinem Parteifreunddie immer noch nicht einsatzbereiten Hublifte für Menschen mit Gehbehinderung auf der Bahnlinie Wasserburg-Ebersberg-Grafing-Bahnhof an. 

Nichts zum Besseren verändert

Bis auf eine Rückmeldung, dass der Sachverhalt untersucht werde, habe sich hier ebenfalls noch nichts zum Besseren gewandt. Nach Meinung des Abgeordneten müsse man doch von der Bahn erwarten können, dass bei allen anstehenden und aktuellen Bauprojekten auch im Sinne der Menschen mitgedacht wird, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Huber: „Es muss in der heutigen Zeit doch möglich sein, dass Menschen mit Behinderungen mit dem ÖPNV von A nach B kommen.“ 

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Worin Söder der Kanzlerin ähnelt, erklären wir in einem Kommentar.

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