Um die alte Eiche bei Seeschneid darf weiter gebangt werden.
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Um die alte Eiche bei Seeschneid darf weiter gebangt werden.

Ausschuss vertagt sich erneut

Jahrhundert-Eiche: Wieder keine Entscheidung

  • Robert Langer
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Das Bangen um die 300 Jahre alte Eiche bei Seeschneid geht weiter. Der Kreis-Umweltausschuss konnte sich erneut nicht zu einer Entscheidung durchringen.

Landkreis – Muss die 300 Jahre alte Eiche bei Seeschneid einem Straßenbauprojekt weichen oder kann sie erhalten bleiben? Eine Entscheidung darüber wurde in einer Sondersitzung des Kreis-Umweltausschusses am Donnerstagabend erneut vertagt. Nun soll zunächst geprüft werden, ob nicht doch eine Verschwenkung der Straße möglich ist, um die Eiche zu verschonen. Die Rede war von zehn Metern. Dazu muss mit den Eigentümern der benötigten Grundstücke verhandeelt werden.

„Wurzelbrücke“ im Gespräch

Eine weitere Möglichkeit wäre eine „technische Lösung“. Angedacht ist eine „Wurzelbrücke“. Mit einem Gitter wie bei einem Lichtschacht oder einem Rost auf Stelzen als Unterkonstruktion sollen die Wurzeln des Baumes geschützt werden. Diese Lösung müsse aber auch genehmigungsfähig sein. Und es geht zudem um die zusätzlichen Kosten.

Niedergesäß anfangs zuversichtlich

Zu Beginn der Beratungen wirkt Landrat Robert Niedergesäß (CSU) noch zuversichtlich. Wichtig sei ihm, die Situation zu befrieden, betonte er. Und Niedergesäß sprach von einer Lösung, „mit der wir leben können“. In der jüngsten Vergangenheit hatte die Kritik an der geplanten Fällung des Baumes zugenommen. Vor Ort hatte es zudem eine Demonstration gegeben.

Wie in einer Achterbahn

Im Laufe der Debatte kamen dann Zweifel auf, ob die Lösung mit einer Wurzelbrücke überhaupt für den Verkehr mit Lkw geeignet ist. In einer Sitzungsunterbrechung, in der sich die Fraktionen berieten, wurde zudem ein Telefongespräch mit einem Hersteller der Gitter geführt. Eine für die Kreisräte überzeugende Aussage gab es dabei jedoch nicht.

Kommentar von Landrat Robert Niedergesäß: „Das ist wie eine Achterbahnfahrt. Jetzt gehe es in die nächste Kurve hinein.“ Das nächste Mal werden sich die Kreisräte zu diesem Thema wohl in zwei Wochen treffen.

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In der Zwischenzeit soll durch eine Kiesaufschüttung das Wurzelwerk der Eiche geschützt werden, damit sie durch die bereits laufenden Bauarbeiten nicht geschädigt wird.

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