Protest für den Erhalt des 300 Jahre alten Baumes.
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Protest für den Erhalt des 300 Jahre alten Baumes.

Verkündigung einen Tag vor entscheidender Sitzung

Landrat prescht vor: Die Eiche ist gerettet

  • Michael Acker
    vonMichael Acker
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„Die Rettung der 300 Jahre alten Eiche ist gesichert!“ Das verkündete Landrat Robert Niedergesäß einen Tag vor der entscheidenden Sitzung des Kreis-Umweltausschusses.

Grafing - Er freue sich nach intensiven, emotionalen und auch belasteten Wochen, nun diese gute Nachricht überbringen zu können. Die Fachplaner und Fachleute hätten in enger Kooperation und unter Auslotung aller Spielräume eine tragfähige Planung erarbeitet, die den Bestand des altehrwürdigen Baumes bei Seeschneid sichern und gleichwohl die Aspekte Verkehrssicherheit, Zuschussfähigkeit und Finanzierbarkeit sicherstellen könne, so der Landrat am 19. Juli.

Um den alten Baum war in den vergangenen Wochen eine hitzige Diskussion entbrannt. Er war wegen der derzeit laufenden Straßenbauarbeiten zwischen Seeschneider Kreisel und Nettelkofen in seinem Bestand gefährdet. Umweltschützer hatten für den Erhalt des Baumes demonstriert, eine Online-Petition war gestartet worden.

Die Umplanungen seit der Sondersitzung des zuständigen Verkehrs- und Umweltausschusses am 9. Juli hätten ergeben, dass nun keine teure Wurzelbrücke mehr nötig sei und der Baum mit einem Abstand von zehn Metern umfahren werden könne, sagt Niedergesäß. Dabei sei auch der Anschluss an den Kreisverkehr ohne Umbau möglich. Das vom Ausschuss vorgegebene Maximalbudget könne eingehalten werden. Nötige Veränderungen beim Grunderwerb seien am Schluss die letzte große Hürde gewesen.

„Ich danke insbesondere Brigitte Keller und Martin Riedl, die die Grundstücksverhandlungen erfolgreich geführt haben. Am späten Freitagabend lagen die benötigten, unterzeichneten Bauerlaubnisse vor. Ohne das Entgegenkommen der Grundstückseigentümer wäre die neue Lösung nicht möglich gewesen, Ihnen gilt unser aller herzlicher Dank“, so der Landrat.

Der Landrat geht nun davon aus, dass der Ausschuss des Kreistages die nötige Entscheidung am Montag, 20. Juli, mit Freude so bestätigen werde, damit die Arbeiten ohne größere Zeitverzögerung fortgesetzt werden könnten. Die 300 Jahre alte Eiche soll nun auch formal als Naturdenkmal unter Schutz gestellt werden.

 „Ich bedanke mich bei allen Beteiligten, die diesen Prozess in den letzten Wochen angestoßen und konstruktiv begleitet haben. Bei den Baumschützern, wie u.a. die Grünen, die die Bedeutung des Baumes in den Mittelpunkt gestellt haben, und auch bei jenen, die die Themen Verkehrssicherheit und finanzielles Augenmaß im Blick hatten. Auch die Planer und Fachbehörden haben größte Flexibilität gezeigt. Es war insgesamt eine Achse der Willigen, die hier in kurzer Zeit konzentriert und erfolgreich gearbeitet hat“, so der Landrat.

Jahrhundert-Eiche: Ihr Schutzstatus ist schon länger bekannt

Man habe aus diesem Prozess viel für die Zukunft gelernt, die Prozesse sollten auf Antrag der CSU-FDP-Fraktion optimiert werden, um vergleichbare Fälle künftig ausschließen zu können. Niedergesäß: „Ich hoffe, dass nun wieder Ruhe einkehren wird. Bei aller nachvollziehbaren Leidenschaft für die Eiche sind die Emotionen mancherorts auch grenzwertig gewesen und die Meinung in der Bevölkerung waren keineswegs so eindeutig, wie mancher vielleicht vermutet hatte. Ich bin sehr froh und sehr erleichtert, dass es uns am Ende gelungen ist, ein allseits befriedendes Ergebnis zu erzielen, genau dies war mein großes Ziel.“  

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