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So könnte das Sonderpädagogische Förderzentrum einmal aussehen: Eingangssituation mit Neubau vom Parkplatz aus gesehen.

Plan steht

Mehr Platz für Grafinger Schule am Stadtrand

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Grafing wird am Stadtrand zwischen Mittelschule, Eisstadion und Umfahrung ein neues markantes Gebäude bekommen. Das Sonderpädagogische Förderzentrum (SFZ) wird erweitert.

Grafing – Nach dem geplanten Umbau wird es in einem Gebäudeteil Richtung Parkplatz fünf Vollgeschosse geben, eines im Keller mit Abböschung, ein Erdgeschoss und drei Etagen darüber. Kosten mit einem Sicherheitspuffer für die Gesamtmaßnahme: rund zehn Millionen Euro. Nun sollen die konkreten Planungen starten.

Schulleitung zufrieden

Die Schulleitung um Helga Schneitler ist mit dieser Lösung sehr zufrieden. Die Schule wollte vor allem weitere Verzögerungen vermeiden. Einer der entscheidenden Faktoren für die Einigung waren Gespräche zwischen der Grafinger Bürgermeisterin Angelika Obermayr (Grüne) und Landrat Robert Niedergesäß (CSU).

Zähe Entscheidung

Die Entscheidung hatte sich zuletzt zäh gestaltet. Im zuständigen Ausschuss des Kreistages Anfang Oktober wurde kontrovers diskutiert (wir berichteten). Mehrere Varianten wurden vorgelegt. Es ging um Zuschüsse, Bauphasen und Kosten. Landrat Niedergesäß wollte sich zunächst nicht festlegen. Er schlug einen Ortstermin vor – zwei zuständige Fachausschüsse des Kreistages tagten zusammen. Der Termin wurde kurzfristig anberaumt.

Kreisräte bei Ortstermin

Die Kreisräte machten sich ein Bild von der beengten Situation. Der Weg führte treppauf, treppab. Unter anderem ging es um fehlende Klassenräume, nicht ausreichende Kapazitäten für die Ganztagsbetreuung, unzureichende Sanitäranlagen und Werkräume im Keller. Wilfried Seidelmann, FW-Kreisrat und Mediziner, hatte beim letzten Punkt erhebliche Bedenken wegen der verwendeten Materialien, beispielsweise Kleber, und der Lüftung.

Schnelle Lösung

Beim Rundgang waren sich alle einig: Es musste gehandelt werden. Aber wie? Die Schulleitung drängte auf eine schnelle Lösung. Die Variante mit einem größeren Anbau war zunächst ausgeschieden. Nach ersten Abstimmungsgesprächen hätte das Verfahren in Bezug auf das Baurecht zu lange gedauert. Kontakte auf Bürgermeisterin-Landratsebene ergaben dann doch eine Möglichkeit. Es sollte für die gute Lösung schneller gehen.

Nur eine Baustelle

Im Gegensatz zu anderen Varianten wird es nun nur eine Baustelle geben, der Pausenhof bleibt erhalten. Zuschüsse sollen optimal ausgeschöpft werden. Klar wurde in der Debatte auch, dass sich das neue Gebäude in die Umgebung einfügt, also mit dem Schulgebäude in der Umgebung vergleichbar ist. Da hatte es in der Vergangenheit auch andere Meinungen gegeben.

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In der Sitzung der beiden Ausschüsse war die Tendenz klar. Nach dem Rundgang und der veränderten Situation beim Baurechts-Zeitrahmen sprachen sich die Kreisräte für die so genannte „Variante drei“ aus.

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Einen weiteren Punkt brachte Bernhard Wieser (CSU) ein. Er schlug zusätzliche Sanierungsarbeiten an der Schule vor. Schon beim Rundgang waren Kreisräten einzelnen Punkte aufgefallen, vom Fußboden bis zu Türanstrichen. Grundsätzlich war die Tendenz für diese Maßnahmen in den Ausschüssen positiv. Dazu soll es aber einen eigenen Beschluss geben.

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