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Unbekannte sind ins Gymnasium Grafing eingedrungen und haben Nazi-Schmierereien hinterlassen. 

Einbrecher kommen am Wochenende

Nazi-Schmierereien im Gymnasium Grafing - Landrat entsetzt

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Unbekannte Jugendliche sind am Wochenende ins Gymnasium Grafing eingedrungen. Die Täter hinterließen Nazi-Schmierereien über die gesamte Schule verteilt.

Grafing – Die Polizei Ebersberg konnte Spuren sichern, wie sie am Montag, 11. März, mitteilte. Bei einer gemeinsamen Begehung mit Landrat Robert Niedergesäß, Grafings Bürgermeisterin Angelika Obermayr, Schuleiter Paul Schötz und der Polizei wurde der Gesamtschaden auf etwa 2000 Euro beziffert, so Ebersbergs Polizeichef Ulrich Milius.

Landrat reagiert entsetzt

Landrat Niedergesäß reagierte am Montag: „Ich bin entsetzt über das, was die Einbrecher an unserem Gymnasium angerichtet haben. Einbruch, Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung, Vandalismus und das Schmieren rechtsradikaler Zeichen und Sprüche überall verteilt im Schulhaus sind nicht tolerierbar und werden von mir auf das Allerschärfste verurteilt. Ich hoffe sehr, dass die Polizei die Täter ausfindig macht.“

Erfreulicherweise hätten die Ermittler am Tatort wohl verwertbare Spuren sichern können, die derzeit genauer untersucht werden müssen, so Niedergesäß. Über die Herkunft der Täter könne man zum jetzigen Zeitpunkt keine verwertbaren Vermutungen äußern, es sei nicht klar, ob sie mit der Schule in irgendeiner Verbindung stehen.

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Auch die Frage, was sie damit bezwecken wollten, sei noch nicht nachvollziehbar. Zwar seien die Schmierereien ziemlich dilettantisch, aber jedem müsse bewusst sein, dass das Anbringen verfassungsfeindlicher Zeichen rechtswidrig, und damit nicht tolerierbar sei.

Rechtsradikalismus seit langem Thema an der Schule

Landrat Niedergesäß hat eigenen Angaben zufolge vor Ort ausführlich mit Schulleiter Schötz gesprochen. Gerade das Gymnasium Grafing beschäftige sich ja seit vielen Jahren sehr intensiv und vorbildlich mit dem Thema Rechtsradikalismus. Die Schule werde sich auch mit der aktuellen Situation ausführlich beschäftigen. „Ich habe im Bedarfsfall Unterstützung des Landratsamtes zugesichert“, sagte Niedergesäß am Montag abschließend. 

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