Angelika Obermayr tritt nicht nur als Grafinger Bürgermeisterin ab, sie will auch nicht als Stadträtin weiter machen.
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Angelika Obermayr tritt nicht nur als Grafinger Bürgermeisterin ab, sie will auch nicht als Stadträtin weiter machen.

Überraschende Reaktion der Grafinger Noch-Bürgermeisterin

Obermayr nimmt ihr Stadtratsmandat nicht an

  • Michael Acker
    vonMichael Acker
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Grafings Noch-Bürgermeisterin Angelika Obermayr (Grüne), die die Stichwahl gegen Christian Bauer (CSU) verloren hat, nimmt ihr Stadtratsmandat nicht an.

Grafing - Angelika Obermayr ist noch bis Ende des Monats als Bürgermeisterin im Amt, dann übernimmt der neue Rathauschef Christian Bauer. Am Freitag, 3. April, teilte Obermayr überraschend mit, dass sie auch ihr Stadtratsmandant nicht annehmen „und meine Aufgaben als gewählte Stadträtin in Grafing nicht ausüben werde“.

Schreiben an die Stadt

In einem Schreiben an die Stadt sagt Obermayr zur Begründung,  eine berufliche Neu-Orientierung fordere ihre „lokale Flexibilität, die eine gewissenhafte und solide Mitarbeit im Grafinger Stadtrat verhindern würde“. Wörtlich heißt es in dem Schreiben: „Ich möchte nach 18 Jahren als Stadträtin und zuletzt sechs Jahren als Erste Bürgermeisterin einen Neuanfang einer verjüngten Fraktion meiner Partei und einer Neu-Ausrichtung der Verantwortlichkeiten in der Stadtpolitik unterstützen.“

Obermayr: Stadtrat braucht Neustart

Das Gremium Stadtrat benötige in seiner Gesamtheit nach diesem aufreibenden Wahlkampf einen Neustart, so Obermayr. Sie könne als Mitglied des neuen Stadtrates nur weiterhin die Positionen vertreten, die ihr als Bürgermeisterin wichtig gewesen seien. „Dies könnte zu unnötigen Konflikten führen, die ich durch einen Rückzug vermeiden möchte. Es war mir 24 Jahre lang eine Herzensangelegenheit und ich bin dankbar dafür, zuletzt in entscheidender Position die Grafinger Stadtpolitik mitgestaltet haben zu dürfen. Ich bedanke mich bei allen meinen Wählerinnen und Wählern und meinem Grafinger Ortsverband der Grünen für ihr Vertrauen und bitte um Verständnis für diesen aus meiner Sicht nur konsequenten Schritt.“ Ihr Mandat im neuen Ebersberger Kreistag will Obermayr annehmen. 

Obermayr hatte bei der Stadtratswahl 5340 Stimmen bekommen. Sie war damit Stimmenkönigin der Grünen.

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