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Wie soll es mit der Stadthalle weitergehen? Wird diese Frage durch einen Bürgerentscheid entschieden?

Bündnis-Stadträte sammeln Unterschriften

Grafinger Stadthalle: Bürgerbegehren am Start

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Wird die Frage der Zukunft der Grafinger Stadthalle mit einem Bürgerentscheid entschieden? Eine Gruppe Grafinger um das „Bündnis für Grafing“ jedenfalls plant ein Bürgerbegehren.

Grafing – Am Wochenende, 7./8. Dezember, soll die Sammlung von Unterschriften für ein Bürgerbegehren „Für eine neue Grafinger Stadthalle“ gestartet werden. Das teilte Bündnis-Stadträtin Yukiko Nave  mit.

Das sind die Initiatoren

Die Vertreter des Bürgebegehrens sind: Ursula Bauer, Dr. Martin Tourneau und Yukiko Nave, Stellvertreter ist Bündnis-Stadtrat Heinz Fröhlich (Linke).

Der Stadthalle stünden umfangreiche Sanierungsmaßnahmen bevor, um eine weitere Nutzung zu ermöglichen. Diese erreichten eine Größenordnung, die alternativ über einen Neubau nachdenken lasse, so die Initiatoren des Begehrens. Es sei ein ausführliches Gutachten erstellt worden, das die Kosten der Sanierung denen eines Neubaus gegenüberstellt. Der Stadtrat habe trotz der vorliegenden Informationen keine grundsätzliche Entscheidung getroffen.

Grafinger sollen entscheiden

 „Daher sehen die Vertreter des Bürgerbegehrens nun den Zeitpunkt gekommen, den Bürgern genau diese Frage vorzulegen. Die Grafinger sollen zur Zukunft der Stadthalle befragt werden: Wollen sie für den Erhalt des Gebäudes weiter Geld ausgeben oder dieses nicht besser in einen Neubau einer Stadthalle investieren?“, so Nave.

Bei der Stadthalle handele es sich nicht um irgendein Projekt, es sei ein Raum, der explizit den Bürgern und der Gemeinschaft der Bürgerschaft zur Verfügung stehen solle. Damit sei schon gesagt, dass dieser auch deren Bedürfnissen entsprechen sollte. Daher führe an der Einbeziehung der Bürgerschaft kein Weg vorbei.

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Die Initiatoren sagen: „Die Sanierung der Stadthalle ist unserer Überzeugung nach nicht wirtschaftlich. Trotzdem wäre es möglich, dass die Bürgerinnen und Bürger sich in einer Abstimmung für die Sanierung der Stadthalle aussprechen, weil sie damit positive Erinnerungen verbinden und das Gebäude gerne erhalten möchten. Den Willen der Bevölkerung zu erfassen, damit der künftige Stadtrat danach handeln kann, ist Ziel des Bürgerbegehrens.“

Gutachten soll öffentlich zugänglich gemacht werden

Um den Bürgern die für die Entscheidung wichtigen Informationen zu liefern, sei geplant, das Gutachten öffentlich auf der Homepage der Stadt Grafing zugänglich zu machen. Außerdem werde ein Besichtigungstermin mit dem Architektenteam an einem Samstag stattfinden, damit sich möglichst viele Bürger vor Ort und hinter den Kulissen einen Eindruck verschaffen können.

Wie im Sommer bekannt wurde, habe die aus den 1980er Jahren stammende Stadthalle gravierende Mängel, die nicht wie zunächst gedacht mit einem einfachen Austausch der Brandschutzklappen behoben werden könnten. Aus einem ausführlichen Gutachten gehe hervor, dass die Sanierungsmaßnahmen, die für den weiteren Betrieb der Stadthalle mindestens erforderlich sind, ca. 1,7 Mio Euro kosten würden. Damit würden jedoch ausschließlich Brandschutzmängel behoben – für die Nutzer der Stadthalle würde sich keine sichtbare Aufwertung ergeben. 

Weitere 900 000 Euro würden für weitere drängende Maßnahmen, wie die Sanierung der WC-Anlagen und Künstlerumkleiden, angesetzt. Eine Nutzbarmachung des Dachgeschosses werde mit weiteren 2,8 Millionen Euro veranschlagt.

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„Nicht in diesen Kosten enthalten sind die energetische Sanierung, die Herstellung der Barrierefreiheit, die Anpassung an geltende Unfallverhütungsvorschriften oder eine vollständige Schadstoffsanierung. Die Kosten für eine Generalsanierung werden grob mit acht Millionen Euro abgeschätzt. Alternativ wurden drei Neubauszenarien inkl. Abbruch der bestehenden Stadthalle überschlagen: eine Mehrzweckhalle mit reduzierter Hallengröße (3,5 Mio. €), ein Neubau mit gleicher Hallengröße (5,4 - 6,0 Mio. €) sowie ein Neubau mit gleicher Gebäudegröße (12,2 - 13,6 Mio. €). Wenn Grafing an der bestehenden Stadthalle festhalten würde, dann würden die damit in absehbarer Zeit verbundenen Investitionen eine Größenordnung erreichen, die auch für einen Neubau zu veranschlagen sind“, sind sich die Initiatoren des Bürgerbegehrens sicher.

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