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Die Brücke in Wiesham ist weg, die neue ist noch nicht da. Ende kommender Woche soll sie aber eingebaut werden, hat die Stadtverwaltung öffentlich bekannt gegeben. Die Baustelle wird vor dem Winter nicht fertig.

Grafinger Verwaltung teilt mit: „Wir werden dieses Jahr nicht fertig“

Brücke abgerissen: Straßenbau in Wiesham wird zur Winterbaustelle

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Vom Spatenstich bis zur Fertigstellung ist manchmal ein weiterer Weg als geplant. Das gilt aktuell auch für den Straßenausbau in Wiesham. Da gibt es Schwierigkeiten.

Wiesham –  Dabei schien am Anfang alles wie am Schnürchen zu laufen. Jetzt wird sich die Maßnahme über den Winter hinziehen und erst im Frühjahr abgeschlossen sein. „Was ist da los? Man sieht kaum mehr irgendwelche Arbeiten?“, fragt sich ein Anlieger aus der Heilmannsiedlung.

Die Untergrundverhältnisse in Wiesham sind schwierig

Auf eine entsprechende Anfrage in der Verwaltung wurde dem Bürger am 29. Oktober mitgeteilt, dass es starke Verzögerungen aufgrund schwieriger Untergrundverhältnisse gebe. „Sie haben Recht, wir werden dieses Jahr nicht fertig“, lautete die Auskunft weiter. Im Frühjahr werde weitergebaut.

„Die Brücke über den Wieshamer Bach ist jetzt ganz und gar weg“, berichtet die Mutter eines Anliegers. Das ist von der Stadt am 3. November so angekündigt worden. „In der kommenden Woche wird die alte Brücke ausgebaut. Es werden anschließend der neue Kanal, die Wasserleitung sowie weitere Sparten neu unter dem Bach verlegt. Ende der kommenden Woche wird die neue Brücke eingebaut.“ Sie war notwendig geworden, weil sich hier bei Hochwasser ein Stau bildete. „Je nach Wetterlage wird bis spätestens Mitte übernächster Woche die neue Brücke befahrbar sein.“

Auch hier mussten Anlieger Geduld beweisen: Fliegende Steine in der Wasserburger Straße

Landwirt in Sorge um Christbaumverkauf

Das ist für die beiden Landwirte, die in der Vorweihnachtszeit hier einen großen Christbaumverkauf anbieten, der Kunden aus dem ganzen Landkreis anzieht, von erheblicher Bedeutung. Ein Bauer ist offensichtlich in Sorge, dass sich der Brückeneinbau verzögern könnte. „Die ist noch gar nicht da“, berichtet der Anlieger. „Die Anwohner nördlich der Brücke müssen ab dem 4. November in Richtung Ebersberg ausfahren“, teilte die Stadt auf ihrer Facebook-Seite mit. Wie geht es jetzt weiter?

Ende November soll Verkehr wieder fließen

„Die Arbeiten an der neue Wasserleitung werden voraussichtlich mit der Querung durch den Wieshamer Bach zum größten Teil in diesem Jahr abgeschlossen sein. Die neue Wasserleitung Richtung Westen wird erst im Frühjahr 2020 gebaut“, teilt die Stadt mit und verband damit die Bitte: „Informieren Sie auch Ihre Mieter/Pächter und Nachbarn ohne Email entsprechend.“ Das Ziel sei weiterhin, „dass bis Ende November die Straßen wieder befestigt sind, so dass die Verkehrssicherheit über den Winter gegeben sein wird und auch der Verkehr fließen kann“ (Stichwort Winterdienst). Dafür würden die Arbeiten im westlichen Abschnitt von Wiesham unterbrochen. Sofern es die Witterung zulasse, würden die Arbeiten am neuen Gehweg weiter vorangebracht.

Grundsätzlich seien alle am Bau Beteiligten aufgefordert worden, größtmögliche Rücksicht auf die Anwohner zu nehmen und die Behinderung im Verkehr so gering wie möglich zu halten. „Wir bitten um Ihre Rücksichtnahme und Verständnis, sofern es dennoch kurzzeitig zu Straßensperrungen und damit verbundenen Wartezeiten kommt.“

Mit Überraschungen wurde in Wiesham gerechnet

Dass beim Ausbau der Straße nach Wiesham Überraschungen lauern könnten, klang schon in einer Bauausschusssitzung im Februar des Jahres an. Thematisiert wurde damals, dass wohl mit größeren Mengen teerhaltigen Abraums zu rechnen sei, was die Maßnahme wegen der fälligen Entsorgung teuer machen könne. Jetzt kamen die Probleme mit dem Untergrund dazu.

Aufschieben ließ sich die Maßnahme nicht mehr. Die Wasserleitung in diesem Abschnitt stammt aus den Jahren 1916/1917, die Entwässerung wurde von den Behörden schon länger kritisiert und eine entsprechende Ausnahmeregelung schon zweimal verlängert.

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