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Die neue CSU-Vorstandschaft in Grafing: Max Emanuel Graf von Rechberg (Fraktionssprecher), Martin Oswald, Irmi Huber, Björn Szymaniak, Michèle Ludewig (stellv. Ortsvorsitzende), Sepp Carpus (stellv. Ortsvorsitzender), Florian Wieser (Ortsvorsitzender), Sabine Bonori, Thomas Huber (Kreisvorsitzender und MdL), Josef Grünwald (stellv. Ortsvorsitzender), Stephanie Putz, Josef Rothmoser (Stadtrat und stellv. Bürgermeister), Anton Gaßner, Maximilian Freiherr von Seckendorff und Christoph Sauter. Es fehlen: Beisitzer Angela Imhoff, Hansi Tristl und Dominik Quinlan. 

CSU-Ortsverband Grafing stellt erste Weichen für Kommunalwahl im März 2020

CSU: Bürger wollen Wechsel an der Spitze des Rathauses

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Im Ton betont sachlich, trotzdem an Deutlichkeit nicht gespart: So ließe sich die jüngste Ortshauptversammlung der Grafinger CSU im Kastenwirt wohl am besten beschreiben.

Grafing – Die Christsozialen blasen im Vorfeld der Kommunalwahl am 15. März 2020 zum Angriff auf das Grafinger Rathaus und nennen dabei die offenen Baustellen in der Stadt beim Namen.

Kinderbetreuung macht Probleme

Vor allem in der Kinderbetreuung erkennt die Grafinger CSU dringenden Handlungsbedarf, zu dem ihrer Meinung nach auch eine falsche Priorisierung der städtischen Schwerpunkte führte: „Das Kinderhaus in der Forellenstraße wurde bereits 2012 vorgeschlagen und 2013 im Bauausschuss behandelt. Heute, sechs Jahre später, gibt es gerade mal eine Vorplanung“, kritisierte CSU-Ortsvorsitzender Florian Wieser. „Das kann dazu führen, dass weitere Notlösungen angegangen werden müssen, wie das Aufstellen von teuren Containern in Oberelkofen.“

Falsche Priorisierung

Tatsächlich zeichnet sich in Grafing ab, dass zu wenige Plätze für Kinder unter drei Jahren angeboten werden können. „Mit einer Priorisierung des Kinderhauses an der Forellenstraße hätten höhere Kosten verhindert werden können“, beschrieb Wieser die aktuelle Entwicklung und lenkte bei der Ortshauptversammlung auch den Blick auf den Schuldenstand der Stadt, der sich in den letzten fünf Jahren „verdreifacht“ habe. „Es muss dringend gegengesteuert werden, damit den nachfolgenden Generationen der Stadt nicht gänzlich der Handlungsspielraum entzogen wird für Investitionen in die Zukunft.“  Max Graf von Rechberg, der Fraktionsvorsitzende der Grafinger CSU, ist einer der ganz wenigen Stadträte, die in der ablaufenden Legislaturperiode mit aller Deutlichkeit auf diese Konsequenz der Schuldenpolitik hingewiesen hat und das auch laufend noch tut. 

Öxinger Platz

Wieser verteidigte den Versuch der CSU, dem Öxinger Platz ein neues Gesicht zu geben und kritisierte dabei die Berichterstattung der Heimatzeitung, dass „eine Großspende die Grafinger in Versuchung führe“. Wie berichtet, könnte das Vorhaben, den neuen Platz in der Rotter Straße noch einmal umzugestalten, mithilfe von 500 000 Euro eines Privatmannes Realität werden. „Darüber muss abgestimmt werden“, sagte Wieser klar.

Schulzentrum und Wohnraum

Als weitere Schwerpunkte der CSU nannte der Ortsvorsitzende das Berufsschulzentrum und bezahlbaren Wohnraum, „Viele Bürger sind unzufrieden. Sie wollen einen Wechsel an der Spitze des Rathauses“, sagte Wieser. Die Stadtratskandidaten werden in einer Sondersitzung der CSU-Vorstandschaft vorgestellt, anschließend fällt ein Empfehlungsbeschluss. Das letzte Wort hat dann die Mitgliederversammlung.

Lesen Sie dazu auch: Neuer Platz wird neu gestaltet

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