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Die Grafinger Volleyballer sind ein sportliches Aushängeschild der Stadt und würden sich über eine bundesligataugliche Halle freuen.

Vereine werden in Pläne für Berufsschule in Grafing-Bahnhof eingebunden

Sponsoren für Sporthalle gesucht

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Es ist mehr ein Dauerlauf als ein Sprint. Aber das Projekt kommt seinem Ziel näher.

Landkreis – Es geht um die Sporthalle an der geplanten Berufsschule in Grafing-Bahnhof. Diese soll auch von Vereinen aus dem südlichen Landkreis genutzt werden können, wie Landrat Robert Niedergesäß (CSU) jetzt im Kreisausschuss betonte.

Keine Halle ohne Tribüne

Im Süden hätten die Gemeinden weniger Zugriff auf Kreishallen als im Norden. „Es ist eine Chance, die man an dem Standort nutzen sollte.“ Zudem soll die Sportstätte entsprechend ausgestattet werden. „Eine Halle ohne Tribüne zu bauen, ist nicht zielführend.“ Die Tribüne könnte auch für Schulveranstaltungen genutzt werden. Die Frage sei, wie groß die Tribüne werden solle. Da geht es dann auch um Vorgaben für den Brandschutz. Kreisrat Reinhard Oellerer (Grüne) brachte eine ausfahrbare Variante ins Gespräch. Ein Aspekt ist in diesem Zusammenhang zudem, die Halle möglicherweise tauglich für höherklassige Sportveranstaltungen bis hin zur Bundesliga zu machen. CSU und FDP hatten einen Antrag gestellt, den Bedarf in den Südgemeinden abzufragen. Dazu hatte es bereits ein Treffen mit der Grafinger Bürgermeisterin sowie den Vorsitzenden der Verwaltungsgemeinschaften Glonn und Aßling gegeben. Eine Veranstaltung mit Vereins-Vertretern aus diesen VG-Gemeinden sowie aus Ebersberg und Steinhöring ist für Mitte April geplant. Lob gab es im Ausschuss für dieses Vorgehen von Grafings Bürgermeisterin und Kreisrätin Angelika Obermayr (Grüne).

Nutzung soll in Rechnung gestellt werden

In der Diskussion sind auch unterschiedliche Varianten der Finanzierung der Sportstätte. Ein Vorschlag: Die südlichen Gemeinden beteiligen sich nicht an den Investitionen. Jedoch wird ihnen die spätere Nutzung durch die Vereine in Rechnung gestellt. Ob sich die Kommunen das Geld wieder bei den Vereinen zurückholen, ist noch offen. Im Gespräch ist zudem das Einbinden von Sponsoren. „Schweigerbräu-Arena im Norden, Wildbräu-Arena im Süden“, meinte Niedergesäß scherzhaft. Betroffen ist von den Überlegungen nämlich auch der nördliche Landkreis mit dem Neubau eines Gymnasiums in Poing, worauf Bürgermeister und Kreisrat Albert Hingerl (SPD) hinwies. Auch dort strebe man eine „Wettkampfhalle“ an, „was nicht bundesligatauglich heißt“. Gespräche zu einer möglichen Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden hat es bereits gegeben. Landkreis und Stadt Grafing waren das Projekt anfänglich mitgroßem Optimismus angegangen. Sogar ein Hallenbad stand auf der Wunschliste.

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