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Der Badespaß im Grafinger Freibad wird teurer. Der Stadtrat will das Defizit nicht weiter anwachsen lassen. 

Wieder Erhöhung: Stadt Grafing will Defizit eindämmern

Freibadbesuch wird teurer

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Kaum zu glauben, aber angeblich so passiert: „Das ist doch so toll und so billig“, hatten Bürger ihre Meinung zum Grafinger Freibad geäußert, um hinterherzuschicken, warum die Stadt nicht ein bisschen mehr Eintritt verlange.

Landkreis – So ein Gespräch schilderte jedenfalls Bürgermeisterin Angelika Obermayr (Grüne) sinngemäß dem Grafinger Stadtrat in der jüngsten Sitzung. Damit war der Weg bereitet für eine Erhöhung der Eintrittspreise, die freilich gemäßigt ausfiel.

Nur eine Gegenstimme

Nur eine Gegenstimme erhob sich gegen die Anhebung des Eintrittsentgeltes für Erwachsene von bisher vier Euro auf 4,50 Euro. Der Vorschlag dazu kam von Josef Biesenberger (Grüne) unter Hinweis auf die kostenlosenParkmöglichkeiten am Schwimmbad. Im Verwaltungsvorschlag waren vier Euro Eintritt vorgesehen. Kinder und Jugendliche bis zum Alter von 16 Jahren bezahlen dafür nur zwei Euro, was insofern Biesenbergers Logik folgt, als dass diese Besucher nicht mit dem Auto, sondern zu Fuß, mit dem Radl oder dem Mofa kommen. Der Preis für die Saisonkarte wurde ebenfalls auf den Vorschlag des Grünen-Stadtrats auf 75 Euro angehoben, und das waren fünf Euro mehr, als die Verwaltung vorgesehen hätte.

Kräftig defizitär

Dass die Stadt das Geld gut gebrauchen kann, hatte Kämmerer Christian Bauer in seinen einleitenden Worten klargestellt. Denn nach wie vor ist die Einrichtung kräftig defizitär und daran ändern auch überdurchschnittlich heiße Sommermonate nichts.

Wetter schön - mehr Chemie

„Wenn das Wetter schön ist, brauchen wir mehr Chemie“, erläuterte Bauer. Das Stadtbad sei ein „großer Anziehungspunkt“ für Grafing, aber die Stadt wolle „einen besseren Kostendeckungsgrad erreichen“, noch dazu, wo die Eintrittspreise im Vergleich mit anderen Bädern „relativ günstig“ seien. Das hatte der Kämmerer umfangreich recherchiert. Die Einnahmen seien zwar in den vergangenen Jahren „deutlich gestiegen. Preistreiber sind aber die Personalkosten“. Treue Grafinger Freibadbesucher haben trotzdem die Möglichkeit, den Preis für die Saisonkarte etwas zu drücken. Die kostet im Vorverkauf nämlich nur 65 Euro.

Alleinerziehende benachteiligt

Yukiko Nave (Bündnis für Grafing) erkannte im Angebot einer Familienkarte eine Benachteiligung der zahlreichen Alleinerziehenden in der Stadt. „Es gibt schon einige, die das nutzen würden.“ Auf Naves Vorschlag hin kostet eine Saisonkarte für diesen Personenkreis jetzt 75 Euro, wobei der Eintritt für Kinder in diesem Betrag jeweils mitbezahlt ist. Sie bekommen einen eigenen Badausweis mit Lichtbild. Die normale Familiensaisonkarte schlägt mit 130 Euro zu Buche, im Vorverkauf werden davon zehn Euro abgezogen.

Keine Ehrenamtlichen mehr

Stadtrat Josef Pollinger (CSU) trauerte im Zusammenhang mit den Personalkosten den Zeiten nach, in denen Aufsichten von ehrenamtlichen Wasserwachtlern übernommen worden seien, bei denen er selbst damals mitgemacht habe. „Wir haben trotzdem viel Spaß gehabt.“ „Wir würden das gerne machen, aber wir haben da Schwierigkeiten“, bedauerte Bauer.

Kontingent Freikarten

Wie in der Sitzung anklang, gibt es für Besucher der Grafinger Tafel ein Kontingent Freikarten, das durch Spenden finanziert wird. Der Frage von Marlene Ottinger (BfG), ob die Stadt diese Karten nicht „spenden“ könne, begegnete Bauer mit dem Einwand. „Wir haben ein defizitäres Schwimmbad. Wenn wir da anfangen, werden wir nicht mehr fertig.“ „Bedürftige sollten die Karten über das Sozialamt beziehen können“, regte Max Graf von Rechberg (CSU) an. Die Verwaltung wird sich mit dieser Frage noch einmal beschäftigen.

Erst 2016 hatte die Stadt die Preise erhöht.

Lesen Sie dazu auch: Der Wassermann hört auf

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