Platz für Firmen? – FDP-Ortsvorsitzender Bernhard Gar (rechts) und Stadtrat Claus Eimer an der Ostumfahrung Grafing, wo nach ihrer Vorstellung Gewerbe entstehen soll. fdp
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Platz für Firmen? – FDP-Ortsvorsitzender Bernhard Gar (rechts) und Stadtrat Claus Eimer an der Ostumfahrung Grafing, wo nach ihrer Vorstellung Gewerbe entstehen soll.

Fehlende Einnahmen und Neuverschuldung

Grafings Wirtschaft soll weiter wachsen: FDP fordert neues Gewerbegebiet - und schlägt bestimmten Standort vor

Fehlende Einnahmen und steigende Schulden: Die FDP diagnostiziert der Stadt Grafing finanziell schwierige Zeiten. Und hat einen Plan: Mehr Gewerbe soll die Steuerkasse sanieren.

Grafing – Der FDP Ortsverband Grafing fordert ein neues Gewerbegebiet um neue Betriebe anzusiedeln. Laut Pressemitteilung fehlt es der Stadt an neuen Einnahmequellen, während die Neuverschuldung wegen beschlossener Maßnahmen steige. Als Beispiele nennen die Liberalen den Ausbau der Grundschule und die Sanierung der Grafinger Stadthalle.

Um diese finanzielle Lücke auszugleichen, setzen FDP-Ortsvorsitzender Bernhard Gar und FDP-Stadtrat Claus Eimer auf mehr Gewerbesteuereinnahmen – aber nicht, indem die Stadt die Hebesätze erhöht. Das belaste die vorhandenen Unternehmen nur noch weiter.

Prognose: Fast fünf Hektar Gewerbefläche in den nächsten Jahren benötigt

Stattdessen sollen die Einnahmen aus der Ansiedlung neuer Betriebe entstehen. Und da auch das neue Gewerbegebiet Schammach II bereits komplett vergeben sei, müssten dafür neue Flächen entstehen. In dem Zusammenhang beruft sich der Grafinger FDP-Ortsverband auf das ISEK (Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept), das 2019 einen „potenziellen Gewerbeflächenbedarf von 4,6 Hektar in den nächsten 15 Jahren“ ergeben hatte.

Neues Gewerbegebiet: FDP will Standort an der Grafinger Ostumfahrung

In der Mitteilung fordert die Grafinger FDP unter dem Motto „Grafing braucht mehr Gewerbe“, dass die Stadt möglichst schnell neue Gewerbeflächen mit guter Verkehrsanbindung plant und ausweist. Insbesondere sollen dafür die vom ISEK vorgeschlagenen Flächen untersucht werden – explizit nennt die FDP als möglichen Standort ein bislang unbebautes Gelände an der Grafinger Ostumfahrung. Außerdem fordert sie den zügigen Ausbau von leistungsfähiger Infrastruktur wie etwa geeignete Straßen und schnelles Internet an den neuen Gewerbeflächen.

Absage an Umnutzung zu Wohnungen: Gewerbe soll Gewerbe bleiben

Betriebe, die sich neu ansiedeln, sowie nachhaltige Betriebserweiterungen sollen bei der Vergabe und Vermarktung im Vordergrund stehen. Darunter vor allem „Zukunftsbranchen“, wie etwa die voriges Jahr verworfene Wasserstofftankstelle, die eben an jener fehlenden Fläche gescheitert sei.

Wichtig sei dem FDP-Ortsverband bei seinen Forderungen, dass die bisherigen Gewerbegebiete erhalten bleiben und nicht etwa in Wohnbebauung umgenutzt werden – das bedeutet, dass wachsende Betriebe, wenn sie sich an einem neuen Standort ansiedeln, auch den bisherigen gewerblich weiternutzen müssten.  rs

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