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Elektrischer Wachhund samt Batterien.

Kurioser Feuerwehreinsatz in Grafing

Sachen gibt‘s! Elektronischer Wachhund entlaufen

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Die Grafinger Feuerwehr berichtet von einem äußerst kuriosen Einsatz. Es geht um einen elektronischen Wachhund, der sich verlaufen hat. 

Grafing – „Achtung, wachsamer Hund! Kaum etwas verdirbt einem Einbrecher so sehr die Lust, wie lautes Hundegebell.“

So steht es drin, in der Produktbeschreibung. Die Abschreckung funktioniert angeblich bestens, obwohl der „Hund“ in diesem Fall cremefarben daherkommt und aus Plastik ist. Sein Gebelle vertrieb am Dienstagabend jedenfalls keinen Einbrecher, sondern rief vielmehr die Feuerwehr auf den Plan. Es kam zu einem äußerst kuriosen Einsatz.

„Eine Passantin hat uns gemeldet, dass sie aus einem Waldstück, gegenüber der Firma Grill in Grafing dauernd einen Hund bellen hört“, berichtete am Mittwoch Kommandant Georg Schlechte. Da in dem Gelände ein Bach verläuft, nahmen die Einsatzkräfte an, dass sie zu einer Kleintierrettung alarmiert wurden. Eine Gruppe machte sich auf den Weg und suchte den Hund, den alle deutlich und immer wieder bellen hörten. Zuerst wurde angenommen, dass der Wauwau irgendwie in den Kanal geraten sein könnte.

Des Rätsels Lösung war aber dann folgende: Irgendjemand hatte einen elektronischen Wachhund, wie ihn die Firma Tchibo vertreibt, in der Wiese in Bachnähe liegen gelassen – entweder aus Versehen, oder weil ihm das ständige Gebelle selbst auf die Nerven ging. Vielleicht war das ja jemand, der Geräte lieber gleich in Betrieb nimmt, ohne vorher die lästige Gebrauchsanweisung zu lesen, und deswegen nicht wusste, wie man den Wachhund wieder abstellt. Die Feuerwehrmänner nahmen den elektronischen Vierbeiner an sich und stellten ihn im Gerätehaus auf, wo er sofort seine Tätigkeit als Aufpasser wieder aufnahm, weil er auf Bewegungen reagiert. Gebellt hat er aber auch dort so gründlich, dass das den Einsatzkräften nach getaner Arbeit selbst bald auf die Nerven ging. „Wir haben ihm die Batterien rausgetan, damit er sich nicht zu Tode bellt“, berichtet Schlechte. Er hat über die Ebersberger Zeitung einen Aufruf gestartet. Sollte also jemandem – wie auch immer und aus welchem Grund auch – ein elektronischer Wachhund entlaufen sein, so kann er sich seinen Liebling im Grafinger Feuerwehrhaus abholen.

Die Batterien bleiben aber bis auf Weiteres draußen. 

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