Wer in Grafing einen Hund hält (hier Chihuahuas) muss 60 Euro pro Jahr zahlen, für Kampfhunde sind 400 Euro fällig.
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Wer in Grafing einen Hund hält (hier Chihuahuas) muss 60 Euro pro Jahr zahlen, für Kampfhunde sind 400 Euro fällig.

Hundesteuer

Hund ist nicht gleich Hund: Diese neuen Regeln kommen auf Grafings Herrchen und Frauchen zu

  • Michael Seeholzer
    VonMichael Seeholzer
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Der Grafinger Stadtrat hat Änderungen in der Hundesteuersatzung beschlossen. Besonders für die Besitzer von Kampf- und Jagdhunden ändert sich einiges.

Grafing – Die einen zahlen mehr, die anderen zahlen nichts mehr. Der Grafinger Stadtrat hat mal wieder die Hundesteuersatzung geändert. Wer sich einen Kampfhund zulegt, der muss ab 1. Januar die volle Kampfhundesteuer von 400 Euro bezahlen. „Das ist eine Lenkungssteuer“, sagte Bürgermeister Christian Bauer (CSU). Damit solle verhindert werden, „dass sich jeder so einen Hund zulegt.“

Bisher wurde ein Kampfhund bei Vorlage eines positiven Wesenstests behandelt wie ein normaler Hund, für den im Jahr lediglich 60 Euro Steuer bezahlt werden muss.

Grafing ändert Hundesteuersatzung: Jagdhunde zukünftig steuerfrei

Neu in die Satzung aufgenommen wurde auch ein Passus, nach dem „Hunde, die von Forstbediensteten, Berufsjägern oder Inhabern eines Jagdscheines ausschließlich oder überwiegend zur Ausübung der Jagd oder des Jagd- und Forstschutzes gehalten werden, steuerfrei“ sind. Daran aber entzündete sich eine Debatte. Claus Eimer (FDP) argumentierte, dass die „Jagd ein exklusives Hobby“ sei, dem betreffenden Personenkreis mithin die Zahlung einer Hundesteuer zuzumuten ist.

Dem widersprach Max Graf von Rechberg (CSU). Die Jäger müssten einen Hund haben, schon allein aus tierschutzrechtlichen Gründen etwa bei der Nachsuche nach einem im Straßenverkehr verletzten Reh. In so einem Fall werde der zuständige Jäger von der Polizei um Hilfe gebeten, er habe also gar keine Wahl. Eimer blieb dabei: „Das ist eine Subvention“, kritisierte er. Die Mehrheit allerdings blieb beim Beschlussvorschlag, der da lautete, den Personenkreis der Jäger steuerfrei zu stellen, wenn sie einen Hund für ihre Zwecke „beschäftigen“.

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