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Muss weg: Die Ampel an der Ecke Griesstraße/Glonner Straße in Grafing. 

Grafing: Stark frequentierter Übergang muss weg

Rotlicht für Fußgängerampel

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Da wird es künftig wohl öfter krachen in Grafing, zumindest am Anfang.

Grafing– Die Vorfahrt von der Glonner Straße Richtung Marktplatz wird geändert. Gleichzeitig verschwindet eine Fußgängerampel, die in der Stadt zu den meistgenutzten gehört. Das ist das Ergebnis der jüngsten Bauausschusssitzung in Grafing.

Es geht um die Kreuzung am Hafenmair-Eck, am Eingang zur Griesstraße. „Das Landratsamt Ebersberg hat die Anordnung getroffen“, berichtete Markus Weißmüller von der Stadtverwaltung den Bauausschusssmittgliedern davon, dass sich hier die Vorfahrt ändern wird.

Der Verkehr aus der Glonner Straße in Richtung Marktplatz und zur Griesstraße wird vorfahrtberechtigt. Bisher mussten die Autofahrer aus der Glonner Straße dem Verkehr den Vortritt lassen. Im Zuge der Ostumfahrung stand aber schon länger fest, dass sich die Verkehrsregelung hier ändern wird. Warum aber muss die Ampel weg?

Das erläuterte Weißmüller so: Würde die Lichtzeichenanlage stehen bleiben, ergäbe sich die kuriose Situation, dass die Autofahrer aus der Griesstraße zwar „grün“ hätten, zwei Meter weiter aber schon wieder die Vorfahrt beachten müssten. Unfälle wären so programmiert.

„Ich warne davor, die Ampel einfach ersatzlos abzubauen“, meinte Bürgermeisterin Angelika Obermayr (Grüne) in der Diskussion. Sie warb dafür, auf Höhe des Café Hasi, beim Durchgang zum Hans-Eham-Platz, eine neue Ampel aufzustellen. „Ich möchte für einen sicheren Überweg plädieren. Ein Zebrastreifen dort ist nicht sicher.“

Zum Ampelabbau am Hafenmair-Eck gab es auch kritische Stimmen. Wolfgang Huber (Grüne) meinte: „Für die Fußgänger aus der Glonner Straße ist das eine Katastrophe. Das geht völlig an den Bedürfnissen vorbei“, meinte er. „Die Situation, wie sie jetzt ist, ist viel besser, als das, was wir kriegen“, so Huber.

Ratsmitglied Josef Wieser sen. von den Freien Wählern erinnerte daran, dass der Vorschlag für eine Fußgängerampel auf Höhe des Café Hasi über die Griesstraße schon viele Jahre auf dem Buckel hat. „Das war vor 15 Jahren schon der Wunsch, dass hier eine Ampel kommt.“ Jetzt wird sie Realität, obwohl doch eine Verkehrszählung erst im April durchgeführt werden soll, um den tatsächlichen Bedarf zu ermitteln. In der Abstimmung hielten nur Wolfgang Huber, Josef Pollinger und Max Graf von Rechberg (beide CSU) dagegen.

Die neue Ampelanlage wird etwa 90 000 Euro kosten. Die alte Ampel hingegen soll auf den Müll wandern. „Da gibt es nicht mal mehr Ersatzteile dafür“, sagte Weißmüller.

Zu den Befürwortern der neuen Lichtzeichenanlage in der Griesstraße gehörte auch Susanne Linhart (CSU). „Das ist die Verbindung zum Seniorenhaus, deshalb finde ich das gut“, meinte sie.

Abzuwarten bleibt, wie sich die Fußgänger, die von den Geschäften in der Glonner Straße kommen, an dieser Stelle verhalten werden. Dass sie sich auf den Weg machen werden, um beim Café Hasi sicher über die Straße Richtung Marktplatz und Rathausgasse zu kommen, daran hatten einige Ratsmitglieder ihre Zweifel. Und darunter waren erkennbar auch welche, die für die neue Ampel stimmten.

Für die neue Lichtzeichenanlage müssen in der Griesstraße zwei Parkplätze beseitigt werden.

Das wird die dortigen Geschäftsinhaber vermutlich nicht freuen.

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