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Weltkriegswaffen? Dieser Weiher wird ausgebaggert 

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Von: Robert Langer

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Der unberührte Melak-Weiher hinter Bäumen.
Der Melak-Weiher in Grafing liegt zwischen Melakstraße und Seefeldstraße. Er ist von Anwohnern umgeben. © SRO

Dem Gerücht, dass im Grafinger Melak-Weiher Weltkriegsutensilien versenkt seien, gehen Spezialisten nun sprichwörtlich auf den Grund. Die Anwohner wurden bereits informiert.

Grafing – In der kommenden Woche wird im Melak-Weiher in Grafing gebaggert. Besonders geachtet werden soll dabei auf Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg. Eine Voruntersuchung einer Spezialfirma hatte laut Bürgermeister Christian Bauer zwar Funde ergeben. „Gefährlich ist es nach unserem Wissen jedoch nicht.“ Das sei auch den Anwohnern so mitgeteilt worden. „Vielleicht handelt es sich um Patronen“, mutmaßt der Bürgermeister.

Der Weiher soll ausgebaggert werden, um mehr Volumen zu erhalten. Eine Rolle spielt dabei auch der Hochwasserschutz. Weil es schon seit Jahren Gerüchte gebe, dass im Weiher im Zweiten Weltkrieg etwas versenkt worden sei, habe die Stadt eine Überprüfung in Auftrag gegeben.

Bagger mit „Sieblöffel“ als Schaufel soll Weiher untersuchen

Laut dem städtischen Ordnungsamt hat die Spezialfirma per kleinem Ruderboot und Detektoren den Weiher untersucht. Auch die Umgebung, unter anderem die angrenzende Wiese, wurde dabei mit einbezogen. Gefunden wurden im Wasser in unterschiedlichen Tiefen an zwei Stellen Hinweise auf größere Mengen wohl meist kleinerer Metallteile. Dort wo die Geräte angeschlagen hätten, sei genauer untersucht worden. Es könnten auch Kampfmittel sein, so das Ergebnis der Spezialisten. Darauf wiesen ebenfalls Berichte von Zeitzeugen hin. Um größere Objekte wie beispielsweise eine Fliegerbombe soll es sich nicht handeln.

Geplant ist nun der Einsatz eines Baggers einer örtlichen Firma. Verwendet werden soll ein „Sieblöffel“ als Schaufel. Abgelassen wird der Weiher nicht. Die Profis der Spezialfirma sollen bei diesem Termin dabei sein, auch um eingreifen zu können, falls Material vor Ort gesprengt werden müsse. In diesem Fall würden Maßnahmen zum Schutz der Anwohner ergriffen.

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