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Grundstücksverhandlungen stehen an

Grafing will die Berufsschule haben 

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Jetzt ist es offiziell:  Grafing bewirbt sich als Standort für eine Berufsschule. Dafür hat sich der Stadtrat einstimmig nach einem Dringlichkeitsantrag ausgesprochen.

Landkreis/Grafing– Derzeit deutet alles auf einen möglichen Standort in Grafing-Bahnhof hin. Näher wollte sich Bürgermeisterin Angelika Obermayr (Grüne) auf Anfrage nicht äußern. „Wir müssen zunächst die Grundstücksverhandlungen abwarten.“

Hintergrund: Die Überlegungen zu einer Berufsschule laufen schon länger. Eine derartige Einrichtung gibt es im Landkreis Ebersberg noch nicht. Derzeit ist geplant, eine Berufsschule gemeinsam mit dem Landkreis München zu verwirklichen. Vorgesehen sind die Ausbildungsberufe Kaufmann im Einzelhandel sowie im Groß- und Außenhandel, Lagerlogistik, zahnmedizinische Fachangestellte und Kfz-Mechatronik. Zusätzlich ist eine Berufsfachschule für Kinderpflege und eine Fachakademie für Sozialpädagogik vorgesehen. Bisher war die Gemeinde Zorneding als Standort im Gespräch. Die Pläne scheiterten jedoch daran, dass sich die Kommune kein geeignetes Grundstück sichern konnte, auf dem die Bildungseinrichtung gebaut werden könnte. Vor diesen Verhandlungen steht nun die Stadt Grafing.

Den Bau einer Berufsschule in Grafing sieht die Bürgermeisterin grundsätzlich positiv. Vom dort ausgebildeten Fachpersonal könnte die gesamte Region profitieren. Obermayr freut sich über die große Zustimmung aus dem Stadtrat nach dem CSU-Antrag, betont aber auch, dass es zuvor schon Überlegungen im Rathaus zu diesem Thema gegeben habe – jedoch noch nicht so konkret wie jetzt. Obermayr hofft, dass, wenn die Schule in Grafing-Bahnhof gebaut wird, die zusätzliche Verkehrsbelastung durch den Individualverkehr gering sein wird. „Die Anbindung an den ÖPNV ist bei uns sehr gut.“

Zufrieden mit der Abstimmung im Stadtrat ist auch CSU-Stadtrat Thomas Huber. Die deutliche Entscheidung im Gremium gebe der Bürgermeisterin Rückendeckung für die Grundstücksverhandlungen, erklärt er auf Anfrage. Es gebe jetzt für den Standort verschiedene Möglichkeiten. Die neue Berufsschule biete neben einer Reihe von positiven Aspekten durch die zusätzlichen Sporteinrichtungen auch Vorteile für die örtlichen Vereine, so Huber.

Rubriklistenbild: © dpa

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