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Im Anschluss an den Aiblinger Anger erkennt die Gra finger CSU auf Freiflächen Entwicklungspotential für Mietwohnungsbau. 

Grafinger CSU stellt Antrag: Am Aiblinger Anger soll schnell weitergebaut werden

Endlich mehr tun für die Mieter

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Müssen in Grafing mehr Anstrengungen unternommen werden, bezahlbaren Wohnraum für hier lebende Familien zu schaffen? Der Ortsverband der CSU ist der Auffassung, dass in dieser Hinsicht viel zu wenig passiert – besonders im Mietwohnungsbau.

Grafing –  Die Aktivitäten hätten sich bisher eher konzentriert auf „Eigenwohnraumförderung“, sagt die CSU. Dabei sei auch die Höhe der Mieten inzwischen problematisch.

Der CSU-Ortsverband hat deshalb einen Antrag an den Stadtrat und Bürgermeisterin Angelika Obermayr (Grüne) gerichtet. 

Zwei Grundstücke im Visier

Planungsziel müsse sein, „die zügige Schaffung von bezahlbarem Wohnraum – Mietwohnungsbau – vor allem für Personen mit mittlerem und geringerem Einkommen/Vermögen, die vorrangig aus dem Gemeindegebiet der Stadt Grafing stammen“. Anbieten würden sich für ein solches Vorhaben nach Ansicht der CSU zwei Grundstücke, wie in einer Pressemitteilung erläutert wird: „Die bereits erschlossene Fläche neben dem derzeit entstehenden Wohngebiet Pfarrer-Aigner-Straße und das ehemalige Bauhofgrundstück an der Von-Hazzi-Straße. Beide Flächen könnten durch die Errichtung von staatlich geförderten Wohnungen bebaut werden“, argumentieren Fraktionsvorsitzender Max Graf von Rechberg, sein Stellvertreter und Landtagsabgeordneter Thomas Huber sowie CSU-Ortsvorsitzender Florian Wieser.

Ein immer größeres Problem

„Gerade für Grafinger Haushalte mit mittlerem und geringerem Einkommen, die aufgrund ihrer Einkommens- und Vermögensverhältnisse auf Mietwohnungen angewiesen sind, stellt die Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum ein immer größeres Problem dar“, geben Rechberg, Huber und Wieser zu bedenken. Dieser Personenkreis sei nämlich in den letzten Jahren nicht in gebotenem Umfang bedacht worden. Seit der Errichtung von 44 staatlich geförderten Wohnungen in den Jahren 2013/2014 in der Wasserburger Straße seien lediglich in der Kapellenstraße – nach Beseitigung der dort vorhandenen Wohnungen – 23 neue Wohneinheiten auf Grundstücken der Stadt für Menschen mit geringem Einkommen entstanden. „Mit der Schaffung von kleineren, bezahlbaren und barrierefreien Mietwohneinheiten kann auch der heute schon dringende Bedarf von Senioren gedeckt werden, die aus Altersgründen ihren bisher größeren Wohnraum aufgeben wollen und damit Zug um Zug auch frei werdenden Wohnraum für junge Familien ermöglichen“, argumentiert die Grafinger CSU.

Ungenutzte Gelegenheit

Das städtische Grundstück im unmittelbaren Anschluss zum aktuell entstehenden Wohngebiet „Pfarrer-Aigner-Straße“ (Aiblinger Straße) stelle mit einer Größe von 5618 Quadratmetern eine bislang ungenutzte Gelegenheit dar und könne zudem über die dort bereits errichteten Erschließungsanlagen jetzt auch technisch günstig erschlossen werden. Eine Baulandausweisung für dieses städtische Grundstück und damit eine Fortsetzung der dort eingeleiteten Wohnsiedlungstätigkeit biete sich also geradezu an, so die CSU in ihrem Antrag, die darauf hinweist, dass befristet bis 31. Dezember 2019 gemäß § 13b BauGB die Planaufstellung im beschleunigten Verfahren als Bebauungsplan zur Innenentwicklung erfolgen könne, was einen entscheidenden zeitlichen Vorteil beinhalten würde.

Verschiedene Handlungsoptionen

Damit eröffneten sich für die Stadt verschiedene Handlungsoptionen, so die CSU. Dabei böten das Kommunale Wohnraumförderungsprogramm des Freistaats Bayern, die Zusammenarbeit mit staatlichen Wohnungsbauunternehmen (Bayernheim), dem Gemeinsamen Kommunalunternehmen des Landkreises und auch der genossenschaftliche Wohnungsbau vielfältige Möglichkeiten. „Nur für die Schließung von Finanzierungslücken ist ein Teilverkauf denkbar“, meint die CSU und stellt den Antrag, der Stadtrat möge die Aufstellung eines qualifizierten Bebauungsplanes für ein Allgemeines Wohngebiet beschließen. „Der auf dem Wohnungsmarkt im Ballungsraum München um sich greifende Verdrängungswettbewerb darf nicht dazu führen, dass sich junge Grafinger, die eine Familie gründen wollen oder Senioren, die ein Leben lang in Grafing gelebt haben, das Wohnen in ihrer Stadt nicht mehr leisten können“, so Huber, der auch mit Erbbaurecht eine Mietverbilligung erreichen will.

Lesen Sie dazu auch: Straußdorf - Bauen ja, aber nicht zubauen

und Einwohnerzahl wuchs um 5000

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