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Altes Gemäuer für alte Leute? Der Förderverein des Grafinger Stadtmuseums (Bild) braucht Verstärkung aus den Reihen jüngerer Leute.

Wenn sich keine jüngeren Mitstreiter finden, droht die Auflösung

Letzte Chance für Förderverein Heimatmuseum

„Um Leben und Tod“ ging es bei der Mitgliederversammlung des „Fördervereins Museum der Stadt Grafing“ in den Räumen des Heimatmuseums.

Grafing – 163 Mitglieder zählt der gemeinnützige Verein und rund 20 sind zu der schicksalhaften Versammlung erschienen. Dabei ging es um nicht weniger als den Fortbestand des Vereins, der sich vor fast 20 Jahren gegründet hat und seitdem einer der wichtigsten Kulturträger der Bärenstadt geworden ist.

Laut Satzung ist „Zweck des Vereins die materielle und ideelle Förderung und Unterstützung der gesamten Arbeit des Museums, das sich im Eigentum der Stadt Grafing b. München befindet. Der Verein hat sich insbesondere zur Aufgabe gemacht, die Zielsetzungen des Museums in der Öffentlichkeit verstärkt bekannt zu machen und tatkräftig am weiteren Aufbau und an der Erhaltung des Museums mitzuwirken. Dies betrifft vor allem die Förderung von Kunst, Kultur und alter handwerklicher Techniken. Die Umsetzung dieser Aufgaben erfolgt in enger Abstimmung mit der Museumsleitung.“

Der Vorstand des Vereins hat bereits im Jahr 2016 deutlich signalisiert, dass er Ende 2018 aus Altersgründen zurücktreten werde. Leider hat in der Zwischenzeit kein einziger aus der Mitgliedschaft Interesse bekundet, in der Vereinsführung mitzuarbeiten. In der Diskussion der anwesenden Teilnehmer der Versammlung wurde mit Nachdruck der Wunsch geäußert, den Verein auf keinen Fall aufzulösen, zu wichtig sei er inzwischen für das Image des Museums und der Stadt Grafing geworden. Auch für den Leiter des Museums Bernhard Schäfer würde bei Auflösung des Vereins seine Person als „Alleinunterhalter“ des Museums dastehen. Sehr viel ehrenamtliches Engagement und bedeutende finanzielle Unterstützung würde dem Museum verloren gehen. Das Vereinsvermögen von heute rund 40 000 Euro würde bei Auflösung des Vereins an die Stadt Grafing fallen, allerdings zweckgebunden zugunsten des Museums. Die Mitglieder und der Vorstand richten einen dringenden Aufruf an interessierte jüngere Bürger, sich zu melden, idealerweise wäre die Altersgruppe ab 50 bis 70 Jahren prädestiniert.

Der amtierende Vorstand, der bisher mit „viel Herzblut“ die Geschicke des Vereins geführt hatte, hat die 80-Jahre-Grenze zum Teil bereits überschritten, verbunden mit gesundheitlichen Problemen. Alle Mitglieder des Vereins und der Vorstand sind der Meinung: Der Förderverein darf nicht sterben.

Von Otto Hartl

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