Der Grafinger Dokumentar Franz Forthuber (Mi.) mit Bürgermeister Christian Bauer (re.) und Archivleiter Bernhard Schäfer (li) bei der offiziellen Übergabe seiner durch eine kleine Auswahl repräsentierten Sammlung im Stadtarchiv. Foto: Stadtarchiv
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Der Grafinger Dokumentar Franz Forthuber (Mi.) mit Bürgermeister Christian Bauer (re.) und Archivleiter Bernhard Schäfer (li) bei der offiziellen Übergabe seiner durch eine kleine Auswahl repräsentierten Sammlung im Stadtarchiv. Foto: Stadtarchiv

Sammelleidenschaft

Geschenk ans Stadtarchiv: Ortsgeschichte in 120 Aktenordnern und 260 Zeitungsbänden

  • Sabine Heine
    vonSabine Heine
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120 Aktenordner und Zeitungsbände aus 65 Jahren: Das Grafinger Stadtarchiv ist groß beschenkt worden. Der Sammler Franz Forthuber hat seine Schätze jetzt der Stadt Grafing überreicht.

Grafing – Wahre Schätze hat der Grafinger Ortschronist und Sammler Franz Forthuber jüngst dem Archiv der Stadt Grafing übereignet. Unter den wertvollen Neuzugängen für das kommunale „Gedächtnis“ befinden sich Bild-Text-Dokumentationen zu den Amtszeiten der früheren Grafinger Bürgermeister Franz Xaver Huber, Josef Obermeier, Alois Kleinmaier und Rudolf Heiler, zur Stadterhebung 1953, zur Leonhardifahrt und zur Jumelage mit Saint Marcellin.

Über 120 Ordner konnte das Archiv jetzt im Empfang nehmen. Überaus bedeutsam für die Geschichtsforschung in Grafing und Umgebung sind auch die die Jahre 1950 bis 2015 komplett abdeckenden Bände der „Ebersberger Zeitung“, die Franz Forthuber aus dem Nachlass des Pressefotografen Helmut Wohner erstanden und ebenfalls dem Stadtarchiv überlassen hat (über 260 Bände).

Wie wurde nun aber der großzügige Gönner zum Dokumentar seiner Heimatgemeinde? – Franz Forthuber, der am 18. Mai 1939 in der Geburtsstation in Glonn als Sohn des Bahnbediensteten Franz Forthuber und dessen Frau Anna zur Welt kam und bei seinen Eltern im Klausenweg in Grafing aufwuchs, interessierte sich schon in jungen Jahren sehr für das Geschehen in seinem Wohnort.

Selbst als er 1953 beim Grafinger Schlossermeister Oskar Langenecker eine Lehre begann und 1956 von diesem zur Deutschen Bundesbahn wechselte, für die er von 1972 bis zu seiner Ruhestandsversetzung 1998 im Ausbesserungswerk Steinhausen tätig sein sollte, hielt sich dieses Interesse, ja, es steigerte sich sogar zunehmend.

Und so wundert es nicht, dass er, angeregt von Stadtkämmerer Paul Brandlmeier und unterstützt von seiner Frau Georgine, in den 1970er Jahren in seinem Eigenheim in der Pfarrer-Dr. Zeiller-Straße damit begann, alles für „seine“ Stadt Bedeutsame zusammenzutragen und nach und nach zu einer umfangreichen Sammlung zu formen.

Bei der offiziellen Übergabe dankten jetzt Bürgermeister Christian Bauer und Archivleiter Bernhard Schäfer dem Ortschronisten Franz Forthuber für sein jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement und für seinen Entschluss, seine in mühevoller Arbeit zusammengetragenen Schätze dem Gemeinwesen zu übereignen.

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