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Kinderfreundlich, aber in die Jahre gekommen: Der Pausenhof an der Grafinger Grundschule.

Grafinger Grund- und Mittelschule

Neuer Pausenhof ist beschlossene Sache

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Grafing - Der Grafinger Stadtrat hat beschlossen, den in die Jahre gekommenen Pausenhof der Grund- und Mittelschule neu gestalten zu lassen. Er war einst in Eigeninitiatve der Eltern von einer Asphaltwüste in einen kindgerechten Platz verwandelt worden.

Die Eltern rückten damals an mit alten Telefonmasten, Motorsäge, Schaufel Pickel und Schubkarren an. Es wurde gesägt, gehämmert und geschraubt. Aber alles nach TÜV-Vorschrift. Heraus kam ein neuer Pausenhof in der Grafinger Grundschule, der damals bei einer Bewertung durch das Landratsamt Ebersberg sehr gut abschnitt und als äußerst gelungene Elterninitiative bezeichnet wurde. „Bei dieser Maßnahme wurden auch schon erste Flächen entsiegelt“, berichtet Yvonne Magdon von der Grafinger Bauverwaltung und erinnert daran, dass vor zwei Jahrzehnten noch mancher Schulhof im Landkreis Ebersberg vollkommen zuasphaltiert war, so wie das in den 1950er Jahren üblich gewesen sei.

Aber wie es so ist mit Gegenständen, die täglich arg strapaziert werden, irgendwann ist auch ihr Ende gekommen. Und das könnte in Grafing jetzt bald der Fall sein.

In der jüngsten Stadtratssitzung wurde informiert, dass die Freiflächen im Innenhof zwischen Schule und Mensa saniert und neu gestaltet werden sollen. Magdon weiß: „Die Kinder lieben die Kletterburg und die Spielgeräte.“ Deswegen sollen auch unbedingt wieder welche aufgestellt werden.

Einen kleinen Konstruktionsfehler hatte die Arbeit der Eltern damals aber doch. Denn wie sich schnell herausstellte, verteilten die Schüler den mit liegenden Telefonmasten eingefassten Riesel schnell und großzügig im ganzen Schulhof. Auch ihre schallschluckende Wirkung verlor die Fläche im Lauf der Jahre. „Der Riesel hat sich zunehmend verdichtet“, berichtet Magdon.

Der Stadtrat fällte jetzt einen Maßnahmenbeschluss. Es gibt aber noch keine konkreten Pläne, wie die künftige Gestaltung des Innenhofes aussehen soll, der den Schulkindern darüber hinaus jahrzehntelang als Verkehrserziehungsfläche für den Unterricht diente, der hier von der Ebersberger Polizei durchgeführt wurde. Mit der Eröffnung des neuen Übungsplatzes an der Kapellenstraße vor wenigen Tagen entfällt diese Funktion ohnehin.

Obwohl es noch keine Pläne gibt, gibt es doch schon vage Vorstellungen, in welche Bereiche der Schulhof eingeteilt werden könnte. Die Kinder sollen sich ausreichend bewegen und auch wieder klettern können, aber auch eine Ruhezone bekommen und schließlich ausreichend Platz zum Spielen vorfinden.

Magdon erläuterte auch, dass sich die Ansprüche an die Innenfläche schon deswegen erhöht hätten, weil es jetzt viel mehr Kinder seien, die sich ganztägig auf dem Gelände aufhielten. Damit seien auch neue Bedürfnisse entstanden, so Magdon sinngemäß.

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