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Zünftig feiern – aber nicht bis zum Umfallen: Das Grandauer-Volksfest verlief außerordentlich ruhig. 

Präventionsmaßnahmen haben voll eingeschlagen

Grafinger Volksfest: Sicher wie nie

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„Auf ein friedliches Volksfest!“ Dieser Wunsch ist in Grafing in Erfüllung gegangen. Die Verantwortlichen sind selbst überrascht, wie gut das neue Präventionsprojekt.

Grafing – „Wir haben nur an einigen kleinen Stellschrauben gedreht, und das war sehr effektiv“, freute sich Bürgermeisterin Angelika Obermayr am Montag vor allen Dingen über die positive Resonanz auf ihren „Elternbrief“. Das Rundschreiben habe den Erwachsenen Anlass gegeben, mit ihren Heranwachsenden über das Thema Volksfestbesuch zu diskutieren und den Eltern dabei sogar Rückhalt gegeben, Grenzen zu ziehen. „Verstöße und Schlägereien sind massiv zurückgegangen“, schildert Obermayr ihren Eindruck, der auch von der Polizei Ebersberg bestätigt wird.

„Es gab nur sehr wenige Vorkommnisse“ informierte Gerhard Freundenthaler, der stellvertretende Ebersberger Inspektionsleiter. „Das war aber nicht nur durch unser Zutun, sondern auch durch das der Stadt und des Jugendamtes.“ Eine offizielle Bilanz wollen die Ebersberger Beamten aber erst am Dienstag veröffentlichen. „Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben“, meinte Freudenthaler angesichts der noch zwei ausstehenden Volksfestabende.

„Das Betretungsverbot war in meinen Augen das Wichtigste“, sagt Festwirt Anton Kainz dazu, dass denjenigen Personen, die in den letzten beiden Jahren Ärger gemacht hatten, der Zutritt aufs Gelände untersagt wurde. Die Ebersberger Polizei hatte in der Stadthalle eine Wiesenwache bezogen, was sich laut Obermayr „sehr bewährt“ habe. Der Security-Firma, die auf und vor dem Festgelände kontrollierte, attestierte Kainz „Präsenz und Fingerspitzengefühl“.

„Es ist wirklich sehr gut gelaufen“, zog der Grafinger Stadtjugendpfleger Himo Al-Kass Bilanz und erwähnte dabei den Einsatz von Bernhard Wacht, Sven Kanz und Ingo Pinkofsky vom Jugendamt sowie Martha Golombek der Vaterstettener Jugendpflegerin und Chris Zeisel, des Ebersberger Stadtjugendpflegers. Auch die Suchtberatung der Caritas war mit im Boot. Gut angekommen sei der Alkoholtest, der den Jugendlichen im Container auf dem Festgelände angeboten wurde. Wer sich richtig einschätzte, erhielt Gratis-Fahrchips. Und wer mit seinen Werten Anlass zur Sorge gab, wurde mit einer Gratis-Brotzeit versorgt.

Al-Kass ist froh über die „fette Unterstützung“ durch die Stadt, die sich auch in einem großzügigen Etat für das Projekt geäußert habe. „Es ergaben sich sehr gute Gespräche mit den Jugendlichen.“ „Der hohe Zuspruch und die positiven Rückmeldungen rechtfertigen den großen personellen und finanziellen Aufwand“, sagt auch Florian Robida, stellvertretender Jugendamtsleiter.

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