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Ausgelassen feiern ja, sinnlos betrinken nein: Die Stadt Grafing hat für den Besuch des Grandauer Volksfestes durch Jugendliche und junge Erwachsene ein paar neue Regeln eingeführt. 

Sicherheitskonzeot vorgestellt

Grafinger Volksfest: Wiesnwache wie auf dem Oktoberfest

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Wer auf dem Grafinger Volksfest schon einmal geschlägert hat oder straffällig geworden ist, hat in diesem Jahr Betretungsverbot. Eine von neuen Maßnahmen, die jetzt vorgestellt wurden.

Grafing – „Wir wollen keine Spaßbremse sein“, sagt Bürgermeisterin Angelika Obermayr, die die Präventivmaßnahmen zusammen mit ihrem Mitarbeiter Markus Weißmüller und Stadtjugendpfleger Himo Al-Kass im Rathaus vorstellte. Größte Neuerung ist eine Wiesenwache. „Die Polizei erhält vor Ort Räumlichkeiten“, berichtet Weißmüller. Auch die Stadtjugendpflege wird einen Container bekommen am Eingang zum Volksfest vom S-Bahnhof her. Dort werden Jugendliche nicht nur mit Informationen versorgt, kündigt Al-Kass an, sondern auch mit alkoholfreien Getränken, mit Wienern und Semmeln. „Wir wollen aber keine Konkurrenz zu den Bewirtungsbetrieben sein“. Die Wiener dienen im Zweifelsfall als „Unterlage“, damit keinem der jungen Festbesucher so schnell schlecht wird.

Die Stadtjugendpflege ist im Vorfeld aktiv geworden: 587 Elternbriefe wurden eingetütet und sollen am Wochenende in den Briefkästen aller Erziehungsberechtigten von Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren liegen. Darin enthalten sind Flyer mit „Tipps für Eltern“ zum Thema „Jugendliche und Alkohol“, sowie „Risikoarmes Trinken“. „Der Überschwang der ersten Frühlingssonne und manch anderer Gefühle lässt manche jungen Menschen nicht mehr so präzise abschätzen, wie viel Alkohol gut ist, gut für sie und gut für das Umfeld. Manchmal wird auch in Kombination mit vorgeglühten härteren Getränken oder anderer Substanzen die Grenze zur Eigengefährdung überschritten“, warnt die Bürgermeisterin. Zielgruppe ihres Appells sind die unter 18-Jährigen, „weil mit 18 weiß man hoffentlich, wo die eigenen Grenzen sind.“ „Und die auszuloten, ist auch das Vorrecht der Jugend“, sagt Al-Kass. Dem „Vorglühen“ in der S-Bahn wird übrigens eine verstärkte Bestreifung der in Grafing ankommenden Züge durch Beamte der Bahnpolizei vorbeugen, kündigt Weißmüller an, der die Zusammenarbeit mit dem Veranstalter des Grandauer Volksfestes lobte. „Die sind sehr kooperativ“, sagte er wörtlich.

Dass die Jugendlichen keine harten Getränke mit auf den Volksfestplatz mitbringen, dafür sorgt die Zugangskontrolle durch die örtliche Security zu den Kernzeiten und an erfahrungsgemäß besonders kritischen Tagen. Auch die Jugendpfleger der Nachbarorte, die Caritas und das Jugendamt wurden mit ins Boot geholt. „Das funktioniert wie eine aufsuchende Jugendarbeit“, schildert Al-Kass.

Weißmüller berichtete außerdem, dass der Einzelhandel in Grafing zur Volksfestzeit „noch einmal sensibilisiert“ werden soll, Jugendlichen keine harten Alkoholika zu verkaufen. Auf dem Grafinger Marktplatz, rund um das Volksfestgelände und im örtlichen Stadtpark gilt ein striktes Alkoholverbot.

Die Polizei wird nach Auskunft der Stadt auf dem Volksfestgelände verstärkt Präsenz zeigen. „Jugendliche, die bereits 16 Jahre aber noch unter 18 sind, müssen Volksfestplatz und Festzelt bis 24 Uhr verlassen“, informiert Obermayr. Eltern sollten ihre Kinder rechtzeitig abholen und diesbezüglich „Regeln aufstellen“.

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