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Ein Elektriker repariert die Stromleitung. 

Bei Zeltaufbau

„Riesenglück“ auf dem Grafinger Volksfestplatz: Hauptstromleitung getroffen 

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Beim Aufbau des Zeltes für das Grafinger Grandauer-Volksfest ist es zu einem Zwischenfall gekommen. Beim Einschlagen der Erdnägel wurde ein Stromhauptkabel getroffen.

Grafing – „Wenn du jemandem 50.000 Euro dafür geben würdest, dass er diese Leitung trifft, der würde das nicht schaffen“, sagt Festwirt Anton Kainz. Das Kunststück, einen Erdnagel in ein Stromhauptkabel reinzuhauen, geht aber offensichtlich, denn bei den Aufbauarbeiten zum Grandauer Volksfest hat es ja auch geklappt – und das war nicht einmal eine Premiere, sondern eine Wiederholung. Aber von Anfang an.

Die Vorarbeiten zum beliebten Volksfest an der Jahnstraße in Grafing, das am Freitag, 4. Mai, um 18 Uhr beginnt, waren eigentlich voll im Zeitplan, berichtet Kainz. Dann stand die Befestigung des Bierzeltes mit überdachtem Vorplatz mittels 80 Zentimeter langer Erdnägel auf dem Programm – sechs Stück pro Platte. Und dabei hat’s die Hauptstromleitung zum Festplatz erwischt. „Gottseidank ist da nicht das ganze Jahr Strom drauf, der Zeltnagel wäre sonst glatt weggeschmolzen“, sagt Kainz. 

„Wussten schon, dass irgendwo eine Stromleitung liegt“

Er ist ja nun schon einige Jahre Festwirt, und bisher war auch sein Umgang mit Erdnägeln eigentlich ein problemloser. „Wir haben schon gewusst, dass da irgendwo eine Stromleitung drin liegt, aber wir wussten nicht genau wo.“ Jetzt weiß es die Arbeitsmannschaft vom „Koanzn Doni“ genau, und damit sie es sich auch für die Zukunft gut merken kann, war bei der fälligen Reparatur jede Menge Aufwand notwendig. 

Dass die Leitung hin war, konnte durch Messungen zweifelsfrei belegt werden. Im Anschluss musste 1,50 Meter tief unter den schon aufgerichteten und stabilen Holz-Seitenwänden des Bierzeltes durchgegraben werden. Und weil man schon dabei war, wurde bei diesen Grabungsarbeiten auch gleich noch eine Wasserleitung abgerissen, die dem Vernehmen nach dafür verantwortlich ist, dass sich die Mitarbeiter des nahen Wertstoffhofes vor der Brotzeit die Hände waschen können. So erzählte es jedenfalls der Festwirt sinngemäß. Darüber hinaus ist es dem Team von Kainz jedoch erfolgreich gelungen, einen noch größeren Schaden zu vermeiden.

Nicht der erste Treffer

Der örtliche Stromversorger konnte das Malheur nach erfolgter Abgrabung mittels einer Reparaturmuffe beheben, und dabei wurde offenkundig, dass es auch früher schon welche gab, die erfolgreich Hauptstromkabel mit Erdnägeln suchen können. Denn an der gleichen Stelle, so berichtet der Festwirt, hat das der Grafinger Spielmannszug vor ein paar Jahren schon vorexerziert. Das stumme Zeugnis dieses Wünschelrutentreffers lag für alle sichtbar als „Reparaturmuffe“ noch im Boden, allerdings in einer Tiefe von 50 Zentimetern, schildert Kainz, weshalb sie mit einem Erdnagel von 80 Zentimetern Länge und mit ein bisschen Glück problemlos getroffen werden kann.

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