+
Traditionelle Bierprobe: Auf ein friedliches Grandauer Volksfest stoßen hier an (vorne v.l.): Theresa und Vroni Kainz, dahinter Braumeister Jan Opper, Toni Kainz, Gregor und Swantje Schlederer, Christian Kainz und Bürgermeisterin Angelika Obermayr,

Traditionelle Bierprobe

Grandauer Volksfest: Alles, aber nicht steif

  • schließen

Zwei Wochen vor Eröffnung des Grafinger Grandauer Volksfestes hat jetzt die traditionelle Bierprobe stattgefunden. In deren Rahmen wurde auch das Programm vorgestellt. 

Grafing – „Die richtigen Grafinger gehen alle zum EHC und sie gehen auch alle aufs Volksfest“: Sascha Kaefer, Vorsitzender des Grafinger Eishockeyvereins, und sein Stellvertreter Michael Schunda wollen deshalb selbst einen Beitrag leisten, dass das Traditionsfest heuer einen weiteren Glanzpunkt erhält. Am Dienstag, 30. Mai, wird auf dem Festplatz das 60-Jährige Vereinsjubiläum gefeiert. „Das 50-Jährige war ein bisschen eine steife Angelegenheit. Der aktuelle Vorstand ist nicht mehr ganz so steif“, sagte Kaefer und erntete bei der traditionellen Bierprobe mit diesen Sätzen Heiterkeit.

Das EHC-Jubiläum soll also eine zünftige Veranstaltung werden, den musikalischen Rahmen werden ab 19 Uhr dabei die „Panzerknacker“ liefern. Dem Vernehmen nach plant Bandleader Jürgen Rossmann dazu eine Zusammenarbeit mit den Bläsern der Grafinger Stadtkapelle. An diesem Abend wird die Mannschaft vorgestellt, mit der der EHC die nächste Saison bestreiten und mit der er hoffentlich erfolgreich werden wird.

Auch sonst wartet das Volksfest heuer mit attraktiven Angeboten auf. Unter anderem wird auf dem Festgelände ein Riesenrad aufgebaut, das die Besucher über die Dächer von Grafing befördern wird. Mit seinen 33 Metern Höhe ist es fast so hoch wie der Turm der Grafinger Stadtpfarrkirche St. Ägidius. Und natürlich darf das Superhupferl nicht fehlen. „Das ist bei der jüngeren Generation unglaublich beliebt“, berichteten bei der Bierprobe die Fahrgeschäftleiter Bernhard und Sabine Kollmann.

„Das Festbier ist fertig und geht am Montag in den Handel“, kündigte Braumeister Jan Opper an. Noch ein Novum: Brauerei-Juniorchef Gregor Schlederer hat für das Etikett ein historisches Motiv ausgesucht, für dessen Verwendung er sich innerbetrieblich ein bisschen durchsetzen musste, wie die Chefin der Wildbräu-Brauerei, Swantje Schlederer, berichtete. Das Motiv zeigt eine Bedienung mit Steinkrug vor dem Hintergrund des Volksfestes mit dem Grandauer-Schriftzug. Die Kellnerin sieht ein bisschen aus wie die Schauspielerin Eva Pflug in der Fernsehserie „Raumschiff Orion“ aus dem Ende der 60er Jahre.

Für das Festbier wurde bereits 30 Prozent einheimisches Gerstenmalz verwendet. Diesen Weg will die Brauerei Wildbräu weiter gehen, bis schließlich zur heimischen Bierherstellung nur noch Gerste und Weizen aus umliegenden Anbauflächen verwendet werden wird.

Das Grandauer Volksfest findet inzwischen zum 52. Mal am Festplatz statt, und dass es dieses Ereignis überhaupt noch gibt, ist das Verdienst des inzwischen verstorbenen Bräus Max Josef Schlederer, zu dessen Gedenken sich die Anwesenden bei der Bierprobe auf Wunsch seiner Frau für eine Schweigeminute von den Plätzen erhoben.

Bräuin Schlederer bedankte sich bei der Stadt dafür, dass die Grafinger Senioren am Montag, 22. Mai, wieder zu einer Brotzeit und einem Freigetränk einlädt.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Wohnen auf der Müllsammelstelle
Die Grundstücke im Besitz der Stadt Ebersberg im Zentrum sind nicht allzu zahlreich vorhanden. Darum wollen die Stadträte aus den Flächen „das Maximale“ rausholen.
Wohnen auf der Müllsammelstelle
Kein Interesse an Millionenprojekt
Poings neue Bahnunterführung steht auf der Kippe. Auf die erste europaweite Ausschreibung hin haben sich keine Firmen gemeldet, weshalb der für 2018 geplante Bau nicht …
Kein Interesse an Millionenprojekt
Unternehmer legen sich ins Zeug
Die Chefs müssen ran, bei diesem Weihnachtsmarkt in Markt Schwaben. Und sie müssen das sogar ehrenamtlich.
Unternehmer legen sich ins Zeug
Fabian aus Glonn
Seine Augen sprechen Bände. Fabians Papa platzt fast vor Stolz. Kein Wunder. Der niedliche Bub ist nach Moritz das zweite Kind von Soja und Markus Lindermeyr aus Glonn. …
Fabian aus Glonn

Kommentare