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Ohne Gegenkandidat mit 97,6 Prozent der Stimmen als CSU-Kreisvorsitzender wiedergewählt: Thomas Huber aus Grafing.

„Das freut mich narrisch“

Huber stoppt den Mitgliederschwund der CSU im Landkreis Ebersberg

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Das ist ein deutlicher Vertrauensbeweis. Mit nur vier Gegenstimmen wurde Thomas Huber (44) als Kreisvorsitzender der CSU wiedergewählt. „Freut mich narrisch“, so die Reaktion des Grafingers, dem es gelungen ist, den Mitgliederschwund zu stoppen.

Grafing – Der Landtagsabgeordnete aus Grafing konnte bei der Kreisdelegiertenversammlung der Christsozialen in der Grafinger Stadthalle ohne Gegenkandidat 97,6 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen und steigerte damit sein Ergebnis von vor zwei Jahren, als er 94,5 Prozent erreichte. Damals hatte er erstmals für den Vorsitz kandidiert, als Nachfolger der Europaabgeordneten Angelika Niebler.

Nach der Wahl ist vor der Wahl: Die neue Kreisvorstandschaft der CSU Ebersberg v. l.: Elfriede Gindert, Michael Niebler, Barbara Burgmayr-Weigert, Robert Niedergesäß, Thomas Huber, Eva Sam und Andreas Lenz,

In seinem Rechenschaftsbericht betonte Huber, eines seiner wichtigsten Ziele sei gewesen, die Mitgliederbasis zu stärken und den Mitgliederrückgang zu stoppen. „Wir haben heute genau 100 Mitglieder mehr als vor zwei Jahren“, nämlich 1945. Die Austritte in den Jahren 2015 und 2016 wurden durch 240 neue Mitglieder mehr als ausgeglichen. Zudem habe sich der Kreisverband etwas verjüngt, so Huber. Das Durchschnittsalter sank von 57,8 Jahren auf 57,3 Jahre. Das ehrgeizige Ziel von 2016 Mitgliedern, das Huber vor zwei Jahren ausgegeben hatte, wurde nicht erreicht. „Da sind wir noch ein Stück weit entfernt.“ Bald werde es jedoch gelingen, die „magische Schallmauer von 2000 zu durchbrechen“. In Oberbayern sei der Kreisverband Ebersberg Spitzenreiter beim Mitgliederzuwachs.

Die CSU im Landkreis Ebersberg sei eine echte Mitmachpartei, so Huber. Kein Kreisverband in Bayern habe beim Thema Grundsatzprogramm der CSU „seine Mitglieder so intensiv eingebunden wie wir“. Dieses Programm „trägt Ebersberger Handschrift“. Huber betonte zudem, das Ziel, die Finanzen des Kreisverbandes zu konsolidieren, sei gemeinsam erreicht worden. Damit habe man eine solide Basis, um die kommenden Wahlkämpfe zu bestehen.

Auch sei es gelungen, so Huber, das Know-how der Ortsverbände, Arbeitskreise und Arbeitsgemeinschaften noch stärker einzubinden. In den vergangenen zwei Jahren seien viele Veranstaltungen organisiert worden, um mit den Bürgern vor Ort zu diskutieren. Ein zentraler Punkt: „Innere Sicherheit und Sicherheit in allen Lebenslagen.“

Huber verwies in Stichpunkten und alphabetisch geordnet auf das breite Themenspektrum, mit dem sich die CSU im Landkreis beschäftige, von Asylpolitik und Arbeitslosigkeit über B 15 neu, Breitbandausbau, Ehrenamt. Energiewende, FTO, Gesundheit, Hebammen, Kreisklinik, Landwirtschaft, Mittelstand, Ortsumfahrung bis zu Verkehrssicherheit (Stichwort Schulbusse) und Zukunftsprojekten. „Halten wir zusammen, damit die CSU im Landkreis eine Zukunft hat“, so Hubers Appell.

Landrat Robert Niedergesäß setzte sich bei der Veranstaltung für die Wiederwahl Hubers ein, weil er die ersten beiden Jahre in nicht immer ganz einfachen Phasen „mit Bravour gemeistert“ habe. Huber sei sehr nahe an den Ortsverbänden und den Mitgliedern dran, was in der Vergangenheit nicht immer möglich gewesen sei. „Wir können uns keinen Besseren wünschen“.

Nach seiner Wiederwahl stellte Huber Kernpunkte eines Programms der CSU Oberbayern zur Entlastung des Ballungsraums vor. Es geht unter anderem um eine bessere Koordination von Wachstum und Wohnungsbau in der Landesplanung, den Ausbau der Mobilität, vor allem des ÖPNV, die Mobilisierung von Bauland, beispielsweise durch steuerliche Anreize für Landwirte, um Bauland an Kommunen zu verkaufen, sowie die Förderung von Wohneigentum und Betriebswohnungen. Das Programm soll in dieser Wochen offiziell vorgestellt werden. Die Initiative zu diesem Programm sei auch aus Ebersberg gekommen, so Huber. Das beste Ergebnis der stellvertretenden Kreisvorsitzenden holte der CSU-Bundestagsabgeordnete Andreas Lenz aus Frauenneuharting mit 100 Prozent.

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