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Sie stand Rede und Antwort: Grafings Bürgermeisterin Angelika Obermayr stand in der Bürgerversammlung Rede und Antwort.

Bürgerversammlung 

Grafing aus der Sicht der Fußgänger

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Grafing – Probleme in Grafing: Das Wohnraumangebot, die städtische Innenverdichtung, die verbesserungswürdige Parkplatzsituation in Grafing Bahnhof, oder Eltern, die ihre Kinder in die Grundschule fahren und dabei gedankenlos andere Kinder gefährden.

Die in der Grafinger Bürgerversammlung aufgeworfenen Problemfelder waren so unterschiedlich, wie es eben auch die Bewohner der Stadt sind. Und weil jeder ein Auto hat, war das Thema Verkehr wieder einmal Hauptthema, wenn auch gerne und hauptsächlich aus der Sicht der Fußgänger, die um ihre Sicherheit fürchten – zum Beispiel, weil die Beleuchtung am Parkplatz in Nettelkofen fehlt.

Die Bürgermeisterin mit Headset und frei im Publikum stehend, gab spontan Antworten auf alle Fragen und wurde dabei assistiert von Bauamtsleiter Josef Niedermaier und Kämmerer Christian Bauer. Niedermaier berichtete, dass die Möglichkeiten, in der Grandauer Straße einen Gehsteig zu errichten, am Mangel von verfügbaren Grundstücken scheitert. Die Stadt erhofft sich eine Entlastung durch die „Fabrikstraße“ die durch das neue Baugebiet auf dem Baywa-Gelände führen wird und verkehrsberuhigt ausgebaut werden soll.

Bauer verwies auf eine Anfrage zu den Wasser- und Abwassergebühren darauf, dass die Stadt dabei sei, einen Investitionsstau abzuarbeiten und dabei gute Fortschritte mache. „Aber mit diesem Finanzvolumen wollen wir auskommen“, beantwortete er eine Frage nach dem künftigen Gebührenniveau.

Die Finanzsituation der Stadt ist derzeit durchaus komfortabel, vor allen Dingen auch deswegen, weil das geplante Asylbewerberheim an der Glonner Straße von der Aufgabenliste gestrichen wurde. Unter dem Strich blieben deshalb im Haushalt 500 000 Euro übrig, die nicht benötigt wurden. Obermayr bedauerte in diesem Zusammenhang, dass in Grafing zwar durchaus wohlhabende Bürger wohnten, durch eine Deckelung des Anteils an der Einkommensteuer, den die Kommunen einbehalten, aber nicht alles in Grafing ankomme. „Wenn wir mehrere Millionäre hier am Ort haben, nutzt uns das gar nichts“, sagte sie. Grafing besteht aber nicht nur aus Wohlhabenden. Deshalb würden verstärkt Anstrengungen im sozialen Wohnungsbau unternommen, so Obermayr.

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