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Warnung vor Erdrutschen: Es droht tagelang erhebliches Unwetter - Erster Schnee liegt in Bayern

Warnung vor Erdrutschen: Es droht tagelang erhebliches Unwetter - Erster Schnee liegt in Bayern
Michael Acker, Redaktionsleiter der Ebersberger Zeitung.
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Michael Acker, Redaktionsleiter der Ebersberger Zeitung.

Kommentar zur Jahrhundert-Eiche

Augenmaß ist gefragt

  • Michael Acker
    vonMichael Acker
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Noch ist kein Beschluss gefallen, ob die Jahrhunderte alte Eiche bei Seeschneid dem Straßenbau zum Opfer fällt. Michael Acker, Redaktionsleiter, fordert Augenmaß.

Der Kampf um den Erhalt der 300 Jahre alten Eiche bei Seeschneid steht exemplarisch für einen gesellschaftlichen Wandel. Immer mehr Menschen, darunter viele junge, sind nicht mehr bereit, ein „Weiter so“ zu akzeptieren. Sie fordern einen anderen Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen – und sie tun dies lautstark.

Jeder Baum ist schützenswert

So Recht diese Menschen haben, so sehr müssen sie aufpassen, dass sie im konkreten Fall der Eiche nicht jedes Augenmaß verlieren und Forderungen aufstellen, die bar jeder Vernunft sind. Um nicht missverstanden zu werden: Natürlich ist jeder Baum schützenswert, in Zeiten des beschleunigten Klimawandels erst recht! Und die Eiche ist es aufgrund ihres Alters umso mehr.

Schutz in erträglichem Rahmen

Aber: Der Schutz muss in einem Rahmen möglich sein, der für die Allgemeinheit erträglich ist. Denn diese trägt schließlich die Kosten für die Straße samt Radweg, deren Verlauf nach dem Willen aller Fraktionen (auch der Grünen) im Kreistag so nah wie möglich an der alten Trasse liegen sollte, um möglichst wenig zusätzliche Fläche zu versiegeln.

Es geht nicht nur um Geld

Sollte umgeplant werden, um den Baum zu retten, stehen schnell hunderttausende Euro auf dem Spiel. Eine andere Trassenführung würde der Eiche weitere Lebensjahre bescheren, jedoch ein tiefes Loch in die Kasse der Steuerzahler reißen. Doch es geht nicht nur um Geld. Denn zudem würde die neue Streckenführung Rodungen an der Stelle erforderlich machen und am Ende mehr Fläche versiegeln – was auch nicht im Sinne des Klimaschutzes sein kann. Und ganz nebenbei würden es Landrat und Landkreis nach dem Millionengrab Sparkassengebäude wohl ein weiteres Mal ins Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler schaffen. 

Übrigens: Bäume sind auch dann schützenswert, wenn sie nicht von einer Straße, sondern im Sinne des Klimaschutzes von Windrädern bedroht werden.

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