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Die Teilnehmer der Klausurtagung: vorne v. l. Georg Schlechte, Franz Saißreiner, Elfriede Huber, Ulrike Koller, Susanne Linhart, Florian Wieser, Josef Koller, hinten Hans Schwaiger, Christoph Sauter, Josef Grünwald, Max Emanuel Graf von Rechberg, Thomas Huber, Björn Szymaniak, Sabine Bonori, Sepp Carpus, Lothar Brandmair, Dr. Josef Rothmoser, Josef Pollinger.

Klausurtagung der Grafinger CSU auf Schloss Zinneberg

Gewerbe soll ein Wörtchen mitreden

Wie soll sich Grafing weiter entwickeln? Dieser Frage ging die CSU im Kloster Zinneberg im Rahmen einer ganztägigen Klausurtagung nach.

Grafing – Unter Leitung und Moderation des Ortsvorsitzenden Florian Wieser nahmen die Mitglieder des Ortsvorstandes und der CSU-Stadtratsfraktion teil, darunter Landtagsabgeordneter Thomas Huber, zweiter Bürgermeister Josef Rothmoser, Fraktionsvorsitzender Max Graf von Rechberg und Bezirksrätin Susanne Linhart.

Eröffnet wurde die Tagung durch Fachvorträge des städtischen Wirtschaftsförderers Tim Grebner

und des Stadtkämmerers Christian Bauer. Beim Thema Wirtschaftsförderung ging es vor allem um Standortmarketing, Gewerbegebietsmanagement, Unternehmensbetreuung, Beratung für Existenzgründer, Fördermittelmanagement, Leerstandsmanagement und Öffentlichkeitsarbeit.

Das Referat über die städtischen Finanzen befasste sich insbesondere mit den Fragen des Haushalts, der Entwicklung der Finanzen, den künftigen geldlichen Spielräumen, der Steuersituation, den Investitionsmöglichkeiten und der Verbesserung der Einnahmen.

In der lebhaften Diskussion setzte sich Thomas Huber erneut kritisch mit der Anhebung der Grund- und Gewerbesteuer auseinander. Rechberg trat für Solidität und Nachhaltigkeit in der Haushaltsplanung ein und warnte vor fortschreitender Verschuldung.

Beide kritisierten die städtische Beteiligung am Stromnetz unter Hinweis auf die wirtschaftlichen Risiken.

Am Nachmittag standen im Zentrum die Entwicklung von Grafing in den nächsten zwölf Jahren und die Weichenstellungen, die jetzt und in naher Zukunft vorzunehmen sind.

Einen Schwerpunkt bildete die Gestaltung des Marktplatzes als bürgerfreundliche und geschäftlich pulsierende „gute Stube“ Grafings und die Möglichkeiten einer teilweisen Verkehrsberuhigung. Die Teilnehmer hielten diese für erstrebenswert, Entscheidungen sollten aber nur in Abstimmung mit dem ortsansässigen Gewerbe getroffen werden.

Weitere wichtige Punkte waren der Bildungsstandort Grafing

sowie die Wohnsituation und die Chancen, angesichts der überhitzten Lage im Großraum München bezahlbaren Wohnraum vor allem für Familien zu schaffen. Eng damit zusammenhängt die Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs, für die sich vor allem Thomas Huber mit besonderem Nachdruck gegenüber der Bahn einsetzen will. Auf dieser Basis werden Ortsvorstand und Fraktion gemeinsam ein Zukunftsprogramm und die konkreten Schritte zur Umsetzung entwickeln.  ez

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