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Planung als Desaster: Kuh muss vom Eis

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Von: Michael Acker

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Michael Acker, Redaktionsleiter der Ebersberger Zeitung.
Michael Acker, Redaktionsleiter der Ebersberger Zeitung. © Stefan Rossmann

Heute fällt im die Entscheidung, ob die Eiche fällt. Die Kuh muss nach einem Planungsdesaster vom Eis, kommentiert Michael Acker, EZ-Redaktionsleiter.

Heute fällt im Kreis-Umweltausschuss die Entscheidung, ob die 300 Jahre alte Eiche bei Seeschneid weiterleben darf oder ob sie der Kettensäge geopfert wird. Vorausgegangen ist ein wahres Planungsdesaster, das zu der prekären Situation geführt hat. Die Kreisräte müssen die Kuh vom Eis bringen. Und sie werden es schaffen. Denn: Nach unseren Informationen gibt es zu der von den Rosenheimer Straßenbauern als alternativlos bezeichneten Trasse sehr wohl Alternativen. Sie kommen heute Nachmittag auf den Tisch.

Entscheidender Fehler passierte schon vor Jahren

Wie konnte es überhaupt soweit kommen? Der entscheidende Fehler passierte schon vor fünf, sechs Jahren, als mit der Planung der Fahrbahn begonnen wurde. Die Fachleute der Unteren Naturschutzbehörde wurden nicht ins Boot geholt, sie erfuhren aus der Zeitung von dem Projekt. Sie sind es aber, die frühzeitig auf die Eiche hätten hinweisen können. Nur: Dazu hätte man sie informieren müssen – auch hausintern im Landratsamt.

Jetzt wird‘s teuer

Naturschutzfachleute werden sowohl bei öffentlichen als auch bei privaten Bauvorhaben gerne (wenn überhaupt) ganz am Ende der Planungsphase eingebunden. Bauherren befürchten Zeit- und Geldverlust. So geschehen auch bei der Straße zwischen Seeschneider Kreisel und Nettelkofen. Wenn jetzt umgeplant wird, was, wie gesagt sehr wahrscheinlich ist, wird’s wirklich teuer. Geld, das man sich hätte leicht sparen können.

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