Ein Demonstrant mit Nikolausmütze am Marktplatz in Grafing. Im Vordergrund ein Polizeibeamter.
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Ein Demonstrant mit Nikolausmütze am Marktplatz in Grafing. Im Vordergrund ein Polizeibeamter.

Kundgebung verläuft friedlich

Mehr als 100 Impf- und Maskengegner demonstrieren in Grafing

  • Josef Ametsbichler
    vonJosef Ametsbichler
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In Grafing haben etwas über 100 Maskengegner gegen die Coronamaßnahmen demonstriert. Die Kundgebung verlief friedlich. Es gab auch eine Gegendemo.

  • Etwas über 100 Maskengegner haben in Grafing demonstriert
  • Die Kundgebung verlief friedlich
  • Polizei mit etwa ein Dutzend Einsatzkräften vor Ort

Grafing - Kurz vor Demo-Beginn verfehlte ein Ei den Kopf von Lena Huppertz nur knapp. Wer es weshalb auf die Linken-Stadträtin abgesehen hatte, blieb am Sonntag, 6. Dezember, das Geheimnis des unbekannten Werfers. Danach ging eine Demonstration auf dem Grafinger Marktplatz friedlich über die Bühne.

Teilnehmer auch aus anderen Landkreisen

Etwas mehr als die angemeldeten 100 Menschen, die zum Teil auch aus anderen Landkreisen angereist waren, protestierten gegen die Anti-Corona-Maßnahmen. Huppertz hatte über das Bündnis „Bunt statt braun“ eine Gegendemo an der nahen Urtelbrücke organisiert, die zur Reduzierung des Ansteckungsrisikos auf 30 im Vorfeld angemeldete Teilnehmer beschränkt war.

Demonstranten sprechen von „Genozid-Programm“

Die Redebeiträge am Marktplatz drehten sich hauptsächlich um Kritik an der Maskenpflicht sowie die Skepsis gegenüber den vor der Zulassung stehenden Impfstoffen; auch einen Nikolaus boten die Veranstalter auf. Breiten Applaus von den fast durch die Bank unmaskierten Demonstranten bekamen auch Thesen, wonach hinter der Pandemie ein Genozid-Programm stecke, unter anderem betrieben von der jüdischen Milliardärsfamilie Rothschild, dem Bilderberger-Geheimbund und dem superreichen Impf-Förderer Bill Gates. Ein Redner, der diese Einlassungen kritisierte, wurde ausgebuht. Die Polizei war mit etwa einem Dutzend Einsatzkräften vor Ort.

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