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Satte 600 Meter lang: Die Gleisstopfmaschine, die derzeit zwischen Grafing und Ebersberg die Trasse erneuert. Deswegen ist die Bahnlinie gesperrt.

Nach Krisengespräch im Landratsamt

Bahnübergänge  in Grafing werden für Fußgänger geöffnet

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Es geht also doch: Die bislang total gesperrten Bahnübergänge in Grafing werden ab sofort für Fußgänger wieder geöffnet. Damit reagiert das Landratsamt auf den wachsenden öffentlichen Druck und kritische Zeitungsberichte.

Grafing - „Ich hoffe, wir können die Situation somit für die betroffenen Bürger kurzfristig verbessern“, sagte Landrat Robert Niedergesäß (CSU) nach einem „Krisengespräch“ in der Kreisbehörde. An dieser Zusammenkunft im Nachgang auf die chaotischen Verkehrsverhältnisse in Grafing hatten rund 20 Personen teilgenommen, darunter Grafings Bürgermeisterin Angelika Obermayr (Grüne), Landtagsabgeordneter Thomas Huber (CSU), Vertreter der Polizei, der Bahn, der S-Bahn München, der Südostbayernbahn, der Baufirma sowie des Landratsamtes selbst.

Aufgeklärt hat sich dabei auch, wer letztendlich die Verantwortung für die verfahrene Situation hat, die im Zusammenhang mit Gleisarbeiten zwischen Grafing und Ebersberg enstand: Die entsprechenden Bescheide wurden von der Kreisbehörde erlassen. Niedergesäß wies in einer offiziellen Mitteilung aber darauf hin, dass „die ausführende Firma, die Untere Verkehrsbehörde im Landratsamt, die Polizei, das Straßenbauamt und die Stadt die notwendigen Sperrungen und die daraus sich ergebenden Änderungen bei der Verkehrsführung einvernehmlich geregelt bzw. abgestimmt“ hatten.

Drei von vier Bahnübergänge im Innenstadtbereich (Münchner Straße, Bahnhofstraße und verlängerte Jahnstraße) werden umgehend für den Fußgängerverkehr grundsätzlich geöffnet, wenn dort gerade keine Baumaßnahmen mit dem 600 Meter langen Schienenfahrzeug  stattfinden. „Die Baufirma hat die umgehende Umsetzung zugesichert. Die Bauarbeiter werden selbst während der Arbeiten den Menschen über die Gleiskörper helfen, so dies irgendwie darstellbar ist.  Ein Bahnübergang bleibt wie bereits anfangs von Landratsamt und Stadt gefordert, immer für den Autoverkehr offen (Bahnhofstraße oder Jahnstraße)“, schreibt das Landratsamt. Zudem sollen die Busunternehmen, die den Schienenersatzverkehr zu verantworten haben, für eine bessere Beschilderung an den Bussen sorgen.

In der kommenden Woche werden die beteiligten Behörden noch einmal die vorübergehende Bushaltestelle an der Leonhardi-Kirche auf Verkehrssicherheit überprüfen und Entzerrungsmöglichkeiten untersuchen. Auch eine Intensivierung des Lotsendienstes soll geprüft werden.   

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