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Im Nebel untergegangen. Oberliga-Eishockey wird es in Grafing so schnell nicht mehr geben.

Nach mehr als drei Jahrzehnten

EHC Klostersee zieht erste Mannschaft zurück

Grafing - Eine mehr als drei Jahrzehnte währende Ära geht zu Ende. Der Grafinger Eishockeyklub wird seine erste Mannschaft aus der Oberliga Süd zurückziehen. Grund: Die Finanzen!

Wie der Verein gestern mitteilte, wird man keine Lizenz für die dritthöchste Spielklasse beantragen, der man mit kurzen Unterbrechungen nach Aufstiegen in die zweite Bundesliga beziehungsweise der Versetzung in die Regionalliga Süd aufgrund einer Ligenreform seit 1973 durchgehend angehörte. „Der Beschluss wurde auf Grundlage der derzeitigen wirtschaftlichen Situation und den einbrechenden Einnahmen gefasst“, erklärte Präsident Alexander Stolberg die schwierigste Entscheidung seines genau zehnjährigen Erstvorsitzes. Alle Versuche, die Grundlage für eine wirtschaftlich vernünftige Lösung und eine wettbewerbsfähige Mannschaft zu schaffen, seien gescheitert. „Der massive Imageschaden, den der Verein durch einige wenige Krawallmacher und der daraus resultierenden massiven, auch unverhältnismäßig und teils unrichtigen Medienberichterstattung erlitten hat, macht es unmöglich, nennenswerte Partner und Sponsoren für den EHC zu gewinnen“, betonte der Klubchef der Rot-Weißen.

Das 60-jährige Vereinsjubiläum seit der Gründung wird der EHC damit wohl in der Bezirksliga verbringen. Eine Einstufung dort sehen die Statuten nach einem freiwilligen Ligaausstieg in der Regel vor.

Ein Verbleib in der Oberliga Süd wäre nach Meinung der Vorstandschaft ein „Himmelfahrtskommando“ gewesen. „Nach jetzigem Stand wäre eine Insolvenz dann überwiegend wahrscheinlich. Und ein finanzieller Totalcrash wäre aus unserer Sicht ein noch viel größerer Schaden“, sagt Stolberg im Namen seiner Mitstreiter (und Mithafter!) Sascha Kaefer und Michael Schunda. Die Truppe um Kapitän Gert Acker hatte Angebote zu noch einmal verminderten Aufwandsentschädigungen vorgelegt bekommen und wäre den Weg der empfindlichen Einsparungen mitgegangen. Beim anberaumten Treffen bekamen die Spieler dann nur noch den Rückzug mitgeteilt. „Alle waren geschockt. Aber das Wegbrechen etwa eines Drittels der Sponsorengelder hätte man auch mit dem Entgegenkommen der Jungs nicht auffangen können“, so Stolberg.

Die Rechnung sei einfach, denn Fixkosten für Eiszeiten, Auswärtsfahrten und Material blieben. Und wenn man sportlich ohne Verstärkungen allein für die Abgänge gleich hinten drin hängt, würde das den letzten Zuschauerschnitt sicher nicht heben können. DEB-Ligenleiter Oliver Seeliger wurde das Nichtbeantragen einer Lizenz für die Oberliga-Saison 2016/17 bereits mitgeteilt. Nun will man sich beim EHC noch intensiver auf die Nachwuchsarbeit konzentrieren und eine Seniorenmannschaft im Spielbetrieb des Bayerischen Eissportverbandes aufbieten. Welche der Spieler den Weg nach unten mitgehen, oder wer sich eventuell einem höherklassigen Verein in der Region anschließt,, werden die nächsten Wochen zeigen

ele

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